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wissen aktuell: Kunststoff überall - Wege aus der Plastikflut - Do. 05.12. - 3sat: 20.15 Uhr

Kaum sichtbare Gefahr

Rund 350 Millionen Tonnen an Kunststoffen werden weltweit jährlich produziert. Da Mikroplastik auch längst in deutschen Flüssen und Seen nachzuweisen ist, steigt die Gefahr für die Gesundheit der Menschen.

  • Mikroplastik findet sich längst auch in deutschen Flüssen und Seen. Die gesundheitlichen Folgen sind unklar. Foto: ZDF / SWR
  • Kunststoffe sind aus der modernen Welt nicht wegzudenken. Etwa 350 Millionen Tonnen werden jährlich produziert. Und die Menge steigt rasant. Nur sehr wenig davon wird recycelt, das meiste wird verbrannt - oder landet in der Umwelt. Foto: ZDF / SWR / WDR
  • "Vermüllung" beinahe grenzenlos: Mikroplastik findet sich sogar im arktischen Schnee. Foto: ZDF / SWR / Alfred-Wegener-Institut

Kunststoff zerbricht, er zerfasert. Und er ist kaum zu sehen. Jedoch löst er sich nicht einfach so in Luft auf. So werden immer kleinere Plastikteilchen mehr und mehr zu einem Problem - zuerst für die Umwelt. Und nun sogar für die Gesundheit der Menschen.

Im Rahmen der Dokumentationsreihe "wissen aktuell" bei 3sat zeigt der Film "Kunststoff überall - Wege aus der Plastikflut" zunächst auf, welche Auswirkungen die Unmengen an produzierten Kunststoffen für die Umwelt haben. Tatsächlich sind die Zahlen unfassbar. So sollen nach einer groben Schätzung jede Minute rund 15 Tonnen Plastik die Ozeane fluten. Mögen die gröbsten Sünden auch in fernen Ländern geschehen. Die Auswirkungen sind inzwischen auch in den Flüssen und Seen hierzulande nachweisbar. So haben Forscher erst im vergangenen Jahr bei einer Pilotstudie 25 Flüsse in Süd- und Westdeutschland im Einzugsbereich von Donau und Rhein methodisch auf Mikroplastik untersucht. Das traurige Ergebnis: In jeder einzelnen Probe wurde Plastik entdeckt.

Da ein Großteil der sehr kleinen Plastikteilchen kaum einen Durchmesser von 0,3 Millimetern erreichen, können sie auch in die menschliche Nahrung gelangen und die Gesundheit gefährden. Eine Lösung scheint indes kaum in Sicht, wenn beispielsweise der Handel trotz eines neuen Verpackungsgesetzes auch weiterhin auf Plastikverpackungen und Einwegflaschen setzt.

Andreas Schoettl

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