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Weihnachten im Schnee - So. 15.12. - ZDF: 20.15 Uhr

Krippenspiel mit Wencke Myhre

Weihnachten unterm Christbaum, der diesmal in einer Hütte in Norwegen steht. Die ganze Familie hat sich auf den Weg dorthin gemacht, Mutter möchte endlich mal die Nordlichter sehen. Doch alle Anzeichen weisen darauf hin, dass sich hinter dieser Aktion andere Gründe verbergen.

  • Gitta Johnen (Ulrike Kriener) und ihrem Mann Henri (Rainer Bock) stehen schwere Zeiten bevor, doch sie genießen das Weihnachtsfest mit ihrer Familie (alle im Hintergrund, von links: Katharina Schüttler, Inez Bjørg David, Matt Luke Röntgen, Anton Spieker, Janek Rieke) in vollen Zügen. Foto: ZDF / Timo Moritz
  • Morten Sjögren (Carsten Björnlund) und seine Tante Finja Lund (Wencke Myhre) schauen vor dem Dorfcafé die Polarlichter an und genießen den Moment. Foto: ZDF / Timo Moritz
  • Weihnachten in Norwegen: Für die Geschwister Bastian (Anton Spieker), Annika (Katharina Schüttler, Mitte) und Sanne (Inez Bjørg David) ändert sich ihr komplettes Leben. Foto: ZDF / Timo Moritz
  • Mit dem Erscheinen der Polarlichter am Heiligabend geht für Gitta (Ulrike Kriener) ein lebenslanger Traum in Erfüllung, den sie an der Seite ihres Mannes Henri (Rainer Bock) genießen kann. Foto: ZDF / Timo Moritz
  • Morten (Carsten Björnlund) ist auf dem Weg zu seiner alten Lehrerin, um ihr ein selbstgemachtes Geschenk zu überbringen, als ihm Annika (Katharina Schüttler) mit ihren Skiern auf dem Rückweg zur Ferienhütte begegnet und er sie kurzerhand zu einem Ausflug überredet. Foto: ZDF / Timo Moritz
  • Annika (Katharina Schüttler), die immer an der Liebe ihrer Mutter zu ihr gezweifelt hat, versöhnt der gemeinsame Moment mit Gitta. Foto: ZDF / Timo Moritz

Weihnachten in Norwegen. Die Mutter (Ulrike Kriener) wollte das so. Kurz vor den Feiertagen wurden von den Eltern, von Gitta und Henri (Rainer Bock) E-mails an die erwachsenen Kinder Annika, Sanne und Bastian verschickt. Das gibt erst mal Gemurmel. Sanne, die Ärztin ist, wollte lieber am Klinikum in Hamburg bleiben; Annika (Katharina Schüttler) steckt in Eheproblemen mit ihrem Mann, der ein Bauprojekt in Alaska angeboten bekommen hat. Und Bastian, ewiger Taugenichts, spinnt gerade wieder mit abstrusen beruflichen Problemen rum, ständig hat er irgendwelche neuen "Geschäftsideen".

Doch dann, ganz plötzlich, findet sich die ganze Familie eben doch im tief verschneiten Norwegen ein (sicher ein guter Tipp für künftige Weihnachtsfilmproduktionen). Mutter und Vater sind schon da, die anderen haben die Norwegen-Fähre genommen (gleichfalls ein heißer Winter-Tipp). Die Suche nach dem Weihnachtsbaum kann beginnen im tief verschneiten Winterwald. Blöd bloß, dass die Polizei dagegen ist, weil man doch auch in Norwegen für so was eine Erlaubnis braucht. Schade auch, dass Annika die Christbaumkugeln daheim vergessen hat. Dafür darf sie aber die gut gelaunte Norwegerin Wencke Myhre treffen, die im Ortstreff gerade Weihnachtslieder singt. In den einheimischen Möbelbauer Morten (Carsten Björnlund), einen wonnigen Wikinger, verliebt sie sich Hals über Kopf.

Alle haben wollene Mützen auf und tragen bunte Norweger-Pullover. Aber warum hat Gitta die Plätzchen diesmal nicht selbst gebacken, und warum will Vater eigentlich den familieneigenen Laden an eine Ladenkette verkaufen? Dieses Geheimnis, hinter dem alle übrigen Familienprobleme plötzlich klein erscheinen, lässt sich nicht länger verbergen, als die Mutter einen Schwächeanfall erleidet und ins Krankenhaus muss. Die Weihnachtsvorbereitungen bekommen von da an einen anderen, endgültigen Sinn.

Der Herzkino-Film "Weihnachten im Schnee", der eigentlich "Weihnachten in Norwegen" heißen müsste, ist trotz aller Klischee-Zutaten sehr um die Begrenzung üblicher Sentimentalitäten bemüht. Dem hochkarätigen Familienensemble (Regie: Till Franzen) merkt man jedenfalls die Freude an bei diesem tragikomischen Krippenspiel.

Hans Czerny

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