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Meerjungfrauen - So. 18.08. - ARTE: 22.45 Uhr

Mehr als nur ein Fantasy-Wesen

Märchengeschichten über "Meerjungfrauen" gibt es viele. Doch sie leben wirklich. Eine ARTE-Dokumentation zeigt Erstaunliches.

  • Ja, auch das gibt es: Merjungfrauen-Treffen am Strand der kalifornischen Küstenstadt Huntington Beach. Foto: ARTE / Caitlin Durlak
  • Cookie DeJesus aus Harlem ist seit ihrer Kindheit fasziniert von Meerjungfrauen. Als Mädchen hatte sie den Film "Mr. Peabody und die Meerjungfrau" gesehen. Foto: ARTE / Caitlin Durlak
  • Die Darstellerinnen des Unterwasser-Zirkus Weeki Wachee in Florida begeistern seit Jahrzehnten mit einer Meerjungfrauenshow. Foto: ARTE / Caitlin Durlak
  • Als Transgender-Meerjungfrau habe sie zu ihrem wahren Ich gefunden, berichten Menschen wie Julz Owen. Foto: ARTE / Caitlin Durlak
  • Mit einer schrillen Meerjungfrauenparade feiern die New Yorker alljährlich den Start der Sommersaison. Foto: ARTE / Caitlin Durlak

Im US-Bundesstaat Florida gibt es eine weltweit einmalige Touristenattraktion: den Weeki Wachee Springs Park. Hier tauchen Nixen bis zu einer Tiefe von knapp 30 Metern ab. Die Mermaids zeigen in Flossen vor Publikum in einem Unterwasser-Theater den Anmut der Meerjungfrauen, wie er sonst nur dargestellt in Fantasy- oder Märchenfilmen zu sehen ist. Die Show galt vor allem in den 1960er-Jahren als Sensation. Sogar Elvis Presley ließ sich von ihr begeistern. Und sie blieb längst nicht nur Theater. Die kanadische Dokumentation "Meerjungfrauen" von Ali Weinstein porträtiert Menschen, die tatsächlich ein Leben als Meerjungfrau führen und so eine alternative Kultbewegung weiter etablieren.

Da ist beispielsweise die 76-jährige Vicky. Als junge Frau war sie selbst eine Nixe im legendären Weeki-Wachee-Park. Noch heute taucht sie mit Flossen gerne ab. "Unter Wasser fühle ich mich wieder wie eine 17-Jährige", sagt sie. Bei Vicky bleibt ihre Vorliebe nachvollziehbar.

Die sensible Dokumentation zeigt aber auch Menschen wie Julz. Sie berichtet, dass sie erst als Transgender-Meerjungfrau zu ihrem wahren Ich gefunden hätte. An einem Strand in Kalifornien in einer extra angefertigten Schwanzflosse liegend erklärt Julz: "Das Beste an den Meerfrauen ist, unten herum sind sie alle gleich. Geboren als Junge habe immer nach unten gesehen und wusste, nein, das bin nicht ich. Heute ziehe ich meinen 'Schwanz' an und denke nicht daran. Ich schaue an mir herunter und weiß, das bin ich."

Andreas Schoettl

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