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Überraschender Tod mit 73 Jahren

Trauer um ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier

In den 80- und 90er-Jahren prägte er die Fußball- und Tenniskommentierung im ZDF. Am Sonntag ist Eberhard Figgemeier überraschend gestorben, wie der Mainzer Sender mitteilte.

  • Eberhard Figgemeier war Programmchef des ZDF bei den Olympischen Spielen in Peking. Foto: ZDF / Thomas R. Schumann
  • Gemeinsam mit ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender (links) und dem Leiter der Hauptredaktion Sport im ZDF Dieter Gruschwitz (Mitte) freute sich Eberhard Figgemeier als zuständiger Programmchef auf die "Olympischen Spiele 2006". Foto: ZDF / Thomas R. Schumann

Viele Jahrzehnte lang war Eberhard Figgemeier beim ZDF zuständig für Sportkommentare - besonders für Fußball, Tennis und Eiskunstlauf. Am Sonntag ist der renommierte Journalist im Alter von 73 Jahren verstorben.

Figgemeier durfte Großereignisse begleiten, wirkte als Programmchef maßgeblich an der Gestaltung der Olympischen Sommer- und Winterspiele zwischen 1996 und 2008 mit. Von 1981 bis 1984 war der gebürtige Bochumer stellvertretender Leiter der ZDF-Redaktion "Sport Aktuell" und leitete von 1989 bis 1993 das "Aktuelle Sportstudio".

Doch auch Schreckensmomente musste er erleben: Bei der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion im Jahr 1985 musste er "90 Minuten live das Sterben von 39 Menschen kommentieren", sagte Figgemeier einst über den fürchterlichsten Moment seiner Karriere. Damals brach eine Massenpanik im Rahmen des Endspiels des Fußball-Europapokals zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin aus. Neben den 39 Toten gab es 454 Verletzte.

"Eberhard war ein gradliniger, offener und sehr geschätzter Kollege", zeigt sich ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann betroffen vom überraschenden Tod Figgemeiers. "Ich habe immer seinen Rat geschätzt."

teleschau

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