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Vier Hochzeiten und ein Todesfall - Mi. 18.03. - VOX: 20.15 Uhr

Von wegen Brexit: Der Herz-Schmerz-Klassiker kehrt aufgefrischt zurück

VOX zeigt ein Serien-Remake zur zweifach Oscar-nominierten Romantik-Komödie, die 1994 Hugh Grant zum Weltstar machte. Nun kann man zehn Folgen lang in Nostalgie schwelgen.

  • Feiern zusammen rauschende Feste (von links): Gemma (Zoe Boyle), Duffy (John Paul Reynolds), Maya (Nathalie Emmanuel), Kash (Nikesh Patel), Zara (Sophia La Porta), Ainsley (Rebecca Ritterhouse) und Craig (Brandon Mychal Smith). Foto: TVNOW/MGM Television Entertainment Inc. / Universal Television LLC
  • Das Original: "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (1994, erhältlich auf DVD und BD) mit Andie MacDowell und Hugh Grant in den Hauptrollen gilt schon lange als Kultfilm. Foto: Studiocanal

Vor allem den Kino-Machern wird ja schon lange Einfallslosigkeit vorgeworfen. Anstatt selbst spannende neue Stoffe zu kreieren, setzt man in Hollywood seit einigen Jahren mit Blick auf die weltweiten Verkaufschancen gerne auf immer neue Superhelden-Sequels und Fortsetzungen gut eingespielter Comic-Reihen. Das schlägt sich auch in der Filmversorgung deutscher Privatsender und der Streaming-Anbieter nieder. Eine ähnliche Entwicklung ist nun auch bei den Serien-Entwicklungen zu befürchten, die sich an erfolgreichen Kinohits andocken - Beispiele wären etwa die eher glanzlose "Die Name der Rose"-Serie oder die von Amazon angekündigten "Herr der Ringe"-Serie. VOX schickt nun mit "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" eine amerikanisches Remake des britischen Rom-Com-Kultfilms aus dem Jahr 1994 ins Serienrennen.

Man erinnere sich: Das turbulente, von feinstem englischen Humor und bildstarken Schauplätzen aus einer glücklichen Ära lange vor dem Brexit-Drama getragene Treiben, machte 1994 Hugh Grant, den Schönling mit dem Flatterblick, fast über Nacht zum Weltstar. Noch heute weckt der Film bei vielen Zuschauern umgehend das Bedürfnis, ins sonst gerne von ZDF-Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen gefeierte "Merry Old England" mit seinen Landadelspalästen und opulenten Gartenfesten zu reisen. In zehn Folgen bedient nun die Serienadaption, die VOX jeweils mittwochs, ab 20.15 Uhr, in Doppelfolgen zeigt, diese Sehnsüchte. Allerdings machen schon die ersten TV-Einstellungen mit einem Schwenk über die Skyline von Manhattan klar: Es wird deutlich "amerikanischer" geflirtet, gezankt und geturtelt.

Im Zentrum der Handlung stehen mit May (Nathalie Emmanuel, "Game of Thrones"), Craig (Brandon Mychal Smith), Ainsley (Rebecca Rittenhouse, "Into the Dark: The Body") und Duffy (John Reynolds, "Search Party") vier Freunde, die auf der Hochzeitsfeier von Ainsley nach vielen Jahren in London wieder aufeinandertreffen. In weiteren Rollen sind unter anderem Nikesh Patel ("Ein indischer Sommer") und Guz Khan ("Finding Fatima") zu sehen.

Natürlich löst das Wiedersehen viele alte Sentimentalitäten, spontane Liebesschwüre und neuen Liebeskummer aus. Denn wie schon im berühmten Film-Vorbild garantiert auch ein festliches Zusammensein vor dem Traualtar noch lange nicht, dass alle Feierlichkeiten nach Plan verlaufen. Und rasch findet das Quartett hinaus, dass alle ein Geheimnis verbindet, das ihre Leben ziemlich schnell komplett aus der Bahn werfen wird.

In den USA war die Serie nach dem Kino-Kassenschlager schon im vergangenen Jahr beim Streaming-Anbieter Hulu zu sehen. Nun bemüht sich die Herz-Schmerz-Serie um ein deutsches Publikum. Die Zeichen für einen Erfolg stehen nicht schlecht, wenn auch die Kritiken bislang eher durchwachsen waren und vor dem Tappen in viele Klischeefallen gewarnt hatten. Immerhin stehen hinter der Hochglanzproduktion erfolgreiche Namen wie etwa die Emmy-Gewinnerin Matt Warburton ("Die Simsons"), die am Drehbuch mitschrieb.

Außerdem zählt Richard Curtis, ehemals Autor des Kultfilms und verantwortlich für Brit-Comedys wie "Bridget Jones", "Tatsächlich ... Liebe" und "Notting Hil", zur Riege der Executive Producer. Und selbst Superstar Andy MacDowell, die 1994 im Film an der Seite von Hugh Grant die Hauptfigur spielte, wird in einer Gastrolle wieder zu sehen sein.

Rupert Sommer

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