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Die Läusemutter - Fr. 07.02. - SAT.1: 21.20 Uhr

Wenn die Grundschule einem Irrenhaus gleicht

Früher galt die Schulzeit gemeinhin als die schönste Zeit im Leben. Heutzutage ist das anders: Schüler und Eltern sehen sich einem zunehmenden Leistungsdruck und Geltungsdrang ausgesetzt. Wie das im Detail aussehen kann, zeigt die neue SAT.1-Sitcom "Die Läusemutter" auf unterhaltsame Art und Weise.

  • Das neue Schuljahr hat kaum begonnen, da schreiten der motivierte Vater Stefan (Michael Kessler) und die Schulpflegschaftsvorsitzende Doris (Petra Nadolny) zur Tat: Wie immer nach den Ferien werden nacheinander alle Kinder entlaust. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Auch Hanna (Pina Kühr), deren Tochter neu an der Schule ist, muss sich bald als "Läusemutter" engagieren. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Die neue Klassenlehrerin ihrer Tochter, Anke Knapp (Antje Widdra, rechts), geht Hanna (Pina Kühr, links) schon am ersten Schultag auf die Nerven. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Jeden Morgen beginnt Anke Knapp (Antje Widdra) ihren Unterricht mit demselben eintönigen Lied. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Nach Beginn des Unterrichts kann es Anke (Antje Widdra, links) gar nicht leiden, wenn Elternteile wie Walter (Andreas Birkner, Mitte) sich noch im Klassenzimmer ihrer Kinder aufhalten. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Als Hanna (Pina Kühr, links) und Thomas (Jerry Kwarteng, Mitte) sich über ein Treffen ihrer Kinder am Nachmittag unterhalten, werden sie von Lehrerin Anke Knapp (Antje Widdra, zweite von rechts) ermahnt. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Die Helikopter-Mütter Kim (Nadja Zwanziger, links) und Mel (Tanya Erartsin, rechts) finden immer eine Grund zum Tratschen. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Anton (Alexander Schubert, rechts) fehlt die Autorität im Umgang mit einer vierten Klasse. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Den neuen Hausmeister Volker (Tobias van Dieken, rechts) kann der Schulleiter Anton Immelmann (Alexander Schubert, links) nicht leiden. Foto: SAT.1/Frank Dicks
  • Doris (Petra Nadolny, links) konfrontiert ihren Vorgesetzten Anton (Alexander Schubert, rechts) immer wieder mit der Frage, ob sie nun ein Paar sind. Foto: SAT.1/Frank Dicks

Mit dem Eintritt in die Schule beginnt für Kinder und Eltern der Ernst des Lebens. Dass gerade dieser Ernst auch seine lustigen Seiten haben kann, zeigt die neue SAT.1-Sitcom "Die Läusemutter". Lehrer und Eltern wie der ambitionierte Vater Stefan (Michael Kessler) stürzen sich tagtäglich in den Kampf um ein funktionierndes Schulklima. Zwei Staffeln haben die Autoren Iris Kobler und Dietmar Geigle nach dem Vorbild des holländischen Originals "De Luizenmoeder" bislang entwickelt. Diese werden nun in Doppelfolgen am "Fun-Freitag" gezeigt.

Zu Beginn des neuen Schuljahrs kommt Hannas (Pina Kühr) Tochter Lilli neu an die "Glücksbaumschule". Nach außen hin verkauft der Schulleiter Anton P. Immelmann (Alexander Schubert) seine Bildungsanstalt als einen Ort der Partizipation und der Gleichberechtigung. Tatsächlich herrscht an der Grundschule jedoch eine strenge Hierarchie gepaart mit jeder Menge Chaos. Dies treibt nicht nur Hanna, sondern auch das Lehrerkollegium Tag für Tag auf die Palme. Einzig der neue Hausmeister Volker (Tobias van Dieken) scheint in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu behalten. Eine Eigenschaft, die Anton so gar nicht gefällt...

In der neuen Sitcom "Die Läusemutter" bekommen moderne Eltern und Pädagogen augenzwinkernd den Spiegel vorgehalten. Jeder, der schon einmal an einer Grundschule war, kennt die präsentierten Typen: Von den Helikopter-Eltern, die ihre Kinder bis ins Klassenzimmer begleiten, über die sensible Schulpflegschaftsvorsitzende (Petra Nadolny) bis hin zu seltsamen Elterndiensten wie der "Läusemutter" ist so ziemlich alles dabei. Gerade diese Vertrautheit mit den gezeigten Situationen macht den besonderen Charme der Serie aus. Unterhaltsam sind aber auch die seltsamen Vornamen der Kinder und die dazugehörige Erklärung der Eltern: So verdankt Youandi ihren Namen beispeilsweise einer mehr oder weniger kreativen Zusammensetzung aus "You and I".

In den Niederlanden lief das Format mit seinen nicht immer politisch korrekten Pointen durchaus erfolgreich: "Bis zu 3,5 Millionen Zuschauer und damit 39,6 Prozent Marktanteil", vermeldet SAT.1 auf seiner Website. Nun will es der Sender mit seiner eigenen Adaption auf dem deutschen Markt versuchen: Als Doppelfolgen wird die Sitcom unter der gemeinsamen Regie von Jan Albert de Weerd, Granz Henman und anderen am "Fun-Freitag" im Anschluss an die ebenfalls neue Comedy-Serie "Think Big!" ausgestrahlt.

Elisa Eberle

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