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Walk the Line - So. 22.03. - ARTE: 20.15 Uhr

Wie Cash wieder in Mode kam

Joaquin Phoenix spielte in "Walk the Line" die Rolle seines Lebens. Und entschloss sich daraufhin, ein neues Leben zu erfinden.

  • Erst mit der Beziehung zu June Carter (Reese Witherspoon) bekommt Cash (Joaquin Phoenix) sein Leben in den Griff. Zunächst ... Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation
  • Johnny Cash (Joaquin Phoenix), mittlerweile zum Idol geworden, macht seiner June (Reese Witherspoon) den x-ten Heiratsantrag. Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation
  • Zwei Autobiografien und Gespräche mit den realen Johnny Cash (Joaquin Phoenix) und June Carter (Reese Witherspoon) dienten als Grundlage für deren filmische Darstellung. Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation
  • Im Folsom State Prison tritt Johnny Cash (Joaquin Phoenix) ganz in Schwarz auf. Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation
  • Reese Witherspoon wurde für ihre darstellerische Leistung in "Walk the Line" mit dem Oscar ausgezeichnet. Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation
  • Joaquin Phoenix spielt Johnny Cash mit großer Hingabe. Den Oscar bekam der 45-Jährige aber erst 2020 für seine Darstellung des "Jokers". Foto: ARTE / © 2005 Twentieth Century Fox Film Corporation

"Hello, I'm Johnny Cash." Mit diesem bescheidenen Gruß eröffnete der legendäre Sänger (26. Februar 1932 - 12. September 2003) seine Konzerte auch noch, als ihm die Welt schon zu Füßen lag. Das US-Biopic "Walk the Line" (2005), das nun ARTE zur besten Sendezeit wiederholt, spürt den Menschen hinter der Ikone auf und erzählt dabei vor allem von seinen ersten Schritten im Musikbusiness. Die Regiearbeit von James Mangold räumte bei den Golden Globes ab, Reese Witherspoon erhielt einen Oscar, Joaquin Phoenix indes nicht. Inzwischen wurde dem 45-Jährigen diese Ehre doch noch zuteil: Bei den Oscars 2020 gewann er die Trophäe als bester Hauptdarsteller für seinen Part im Film "Joker".

In "Walk the Line" illustriert James Mangold den Zorn, der Johnnys Leben begleitete, den er jedoch in seinen Liedern zu kompensieren versuchte. Seine Gitarre rettet Cash während der Zeit als Soldat der Luftwaffe im bayerischen Landsberg. Nach seiner Entlassung aus der Armee und einigen Gelegenheitsjobs erscheint er ganz in Schwarz gekleidet zu den ersten Aufnahmen bei den legendären Sun Records in Nashville. Der erste Schritt zu einer ungewöhnlichen Karriere.

Mitreißendes Denkmal für ein musikalisches Ausnahmetalent

Das Drehbuch zum Film beruht auf zwei Autobiografien sowie auf Gesprächen mit Johnny Cash und seiner Frau June Carter, die wie Cash selbst 2003 verstarb. Ihre Aussagen über Johnny halfen Joaquin Phoenix, die Balance zwischen den grundsätzlich verschiedenen Aspekten seiner Persönlichkeit zu finden. Auf der einen Seite steht der sture Egoist, der sich von der dunklen Seite des Lebens angezogen fühlt; auf der anderen der verletzliche, ehrliche Mensch, der sich immer auf der Suche befand.

Mit "Walk the Line" setzte Regisseur James Mangold nicht nur der musikalischen Ausnahmeerscheinung Johnny Cash ein grandioses und mitreißendes Denkmal, er erzählte auch eine Funken sprühende Liebesgeschichte. Übrigens: Sowohl Reese Witherspoon als auch Joaquin Phoenix sangen selbst alle Lieder ein. Ganz sicher. Kein Fake ...

Tom Ruder

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