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ZDFzoom: Experten erwarten "schwere Sicherheitsmängel"

ZDF-Reportage warnt: Daten-Alarm in Arztpraxen!

Die Politik treibt die digitale Vernetzung von Krankenhäusern und Arztpraxen voran. Experten aber warnen vor "schweren Sicherheitsmängeln", wie die neue TV-Reportage "ZDFzoom: Der gläserne Patient - Daten in Gefahr" am Mittwochabend enthüllt.

  • Fluch oder Segen: die elektronische Gesundheitskarte. Experten warnen in der TV-Doku "ZDFzoom - Der gläserne Patient - Daten in Gefahr?" vor schweren Sicherheitslücken. Foto: ZDF / Manuel Dalitz, Mario Haas
  • In der TV-Dokumentation "ZDFzoom - Der gläserne Patient - Daten in Gefahr?", die am Mittwoch, 20.11. um 23.15 Uhr ausgestrahlt wird, warnen Experten von "schweren Sicherheitsmängeln". Foto: ZDF / Manuel Dalitz, Mario Haas

Welche Auswirkungen hat die von der Politik vorangetriebene rasante Digitalisierung im Gesundheitswesen? Derzeit keine guten! Zu diesem Schluss kommt die TV-Dokumentation "ZDFzoom - Der gläserne Patient - Daten in Gefahr?", die am Mittwoch, 20.11. um 23.15 Uhr ausgestrahlt wird. Demnach warnen Experten von "schweren Sicherheitsmängeln". Auch viele Ärzte laufen Sturm: Sie fürchten um das Patientengeheimnis.

Ist "E-Health" ein Meilenstein der Digitalisierung und ein Segen für Patienten, Kliniken und Ärzte? Oder ein bislang fatal unterschätztes Einfallstor für Hacker? "ZDFzoom"-Reporterin Julia Lösch und ihr Team lernen die nach Meinung der Politik glorreiche digitale Zukunft kennen: Im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin macht Roboter "Double" die Visite bei frischgebackenen Müttern und ihren Säuglingen - die Chefärztin ist via Bildschirm zugeschaltet.

Die Realität sieht aber auch so aus. Juli 2019: Bei einem Hackerangriff auf die Klinikgruppe des Deutschen Roten Kreuzes Südwest werden alle Daten verschlüsselt, der Betrieb ist vorüber lahmgelegt. September 2019: Nach einem Hackerangriff auf Arztpraxen sind Millionen sensibler Patientendaten, wie Brustkrebsscreenings oder Röntgenaufnahmen, auf ungesicherten Internetservern zugänglich.

Das von Gesundheitsminister Jens Spahn geprägte Zauberkürzel ist "TI". Es steht für "Telemedizin". Ihr Kernpunkt ist die digitale Vernetzung mittels einer Telematik-Infrastruktur: Über sie soll künftig der Austausch von Patientendaten mittels der digitalen Gesundheitskarte stattfinden. IT-Experten warnen, dass die Sicherheitsstandards ungenügend seien. Die Recherche von IT-Fachmann Jens Ernst kommt im Film zu diesem Ergebnis: "Es war eine Katastrophe. Wir haben festgestellt, dass Sicherheitsvorkehrungen komplett deaktiviert waren." Die Mängel seien gravierend. Ernst: "Die Daten können abgegriffen werden. Wir steuern auf einen riesigen Skandal zu."

Ärzte fürchten deshalb vor allem um das Patientengeheimnis. Gesundheitsdaten gingen ausschließlich Patient und behandelnden Arzt etwas an. Ernst: "Es gibt keinen Platz auf der Welt, wo ich die Patientendaten von 80 Millionen Menschen sicher verwahren kann. Den wird es nie geben."

teleschau

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