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Es war noch einmal... - Do. 29.08. - ARTE: 21.00 Uhr

Zeitreise für die Liebe

Via eines seltsamen Zeitportals reist ein Mann zurück in die Vergangenheit. In der französichen Serie "Es war noch einmal..." erhält er so die Möglichkeit, die Liebe seines Lebens doch noch zu retten.

  • Vincent (Gaspard Ulliel) reist in die Vergangenheit, um wieder mit seiner Ex-Freundin Louise (Freya Mavor) zusammen zu sein. Foto: ARTE / Christophe Offret
  • Vincent (Gaspard Ulliel) erhält die Möglichkeit, seine traurige Gegenwart als Single zu verändern. Dafür will er in der Vergangenheit seine Beziehung zu Ex-Freundin Louise retten. Foto: ARTE / Christophe Offret
  • Der Beziehungsstatus zwischen Louise (Freya Mavor) und Vincent (Gaspard Ulliel) bleibt trotz redlicher Bemühungen kompliziert. Foto: ARTE / Christophe Offret
  • Das Leben von Louise (Freya Mavor) ist geprägt von einem dramatischen Erlebnis. Deshalb zieht sie sich immer wieder in sich zurück. Foto: ARTE / Christophe Offret

Es ist ein falsch zugestelltes Paket, welches das Leben von Vincent Dauda (Gaspard Ulliel) gehörig durcheinander wirbelt. Obwohl, im Dasein des Mittdreißigers herrscht ohnehin nur noch das reine Chaos. Erst vor wenigen Monaten erlebte er die schmerzliche Trennung von seiner Freundin Louise (Freya Mavor). Seitdem torkelt Vincent entweder durch die Partynacht, schrottet im Rausch seinen Wagen oder kann nachts keine Minute schlafen. In dem Paket findet der mit sich selbst hadernde Single einen Holzwürfel. Dieser entpuppt sich als eine Art Zeitportal. Als Vincent durch die mysteriöse Kiste robbt, findet er sich urplötzlich in der Vergangenheit wieder. Vincent bemerkt dieses Wunder, als in seiner Küche urplötzlich Louise steht. Sie trägt eines seiner Hemden. Sie wirkt so zufrieden wie in den glücklichsten gemeinsamen Tagen mit Vincent.

In seiner vierteiligen Serie geht Regisseur und Autor Guillaume Nicloux vor allem der Frage nach, ob ein Lebensweg vorbestimmt ist oder die Menschen ihr Schicksal doch irgendwie lenken können? In der Person des Vincent, überzeugend dargestellt von César-Gewinner Gaspard Ulliel als "Bester Schauspieler" (2017), lässt er eine eindeutige Antwort allerdings offen. Vincent ist durch seine Zeitreisen zurück zu seiner großen Liebe, die er retten will, besessen davon, das eigene Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Schlimme Erfahrungen in der Gegenwart, etwa ein Unfall Louises, zeigen, dass man den vielen Einflüssen von außen wohl aber doch nicht entkommen kann.

ARTE zeigt die vier Teile der zunächst sehr ruhig erzählten französischen Miniserie aufeinanderfolgend an nur einem Abend. Nicloux' Geschichte nimmt vor allem dann an Fahrt auf, als Vergangenheit und Geschehnisse der Gegenwart mehr und mehr ineinander verschmelzen.

Andreas Schoettl

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