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In den Gräben der Geschichte: Der Schriftsteller Ernst Jünger - Mi. 27.11. - ARTE: 21.50 Uhr

Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts

Wer war Ernst Jünger wirklich - ein großer Schriftsteller und Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts, oder ein glühender Nationalist und Kriegsverherrlicher?

  • Der Maler Neo Rauch hat sich immer wieder mit Ernst Jünger beschäftigt und auseinandergesetzt Foto: ARTE / Falko Kurth
  • Der Schriftsteller Ernst Jünger (1895 - 1998)gilt als einer der wichtigsten und zugleich umstrittensten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Noch immer scheiden sich an ihm die Geister. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1990. Foto: ARTE / Gisela Deventer

Die einen halten Ernst Jünger für einen "großen Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts", die anderen hingegen für eine "unheilvolle Gestalt der deutschen Geistesgeschichte". Nicht zuletzt, weil der im Kaiserreich Aufgewachsene in frühen Jahren die Demokratie der Weimarer Republik attackierte, halten heute grassierende Identitäre Bewegungen den einst glühenden Nationalisten hoch. Er sei ein Zeitzeuge der reflektiertesten Art, setzen die Bewunderer des 1998 im Alter von 102 Jahren gestorbenen Schriftstellers dagegen - alles andere als ein Kriegsverherrlicher, Kriegstreiber und Antidemokrat. - Wer war Ernst Jünger wirklich? Falko Korth (RBB, ARTE-Erstsendung) zeichnet mit umfangreichen Bild- und Tondokumenten das packende Porträt einer "schwierigen Jahrhundertgestalt". In "In den Gräben der Geschichte - Ernst Jünger" kommen nicht nur belesene Jünger-Biografen, sondern auch Literaturkritiker und Maler wie Iris Radisch und Neo Rauch zu Wort.

Hans Czerny

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