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Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 1

BH-Verbrennung und Co: So wurde Feminismus vor 50 Jahren diskutiert

  • Arbeiterinnen fordern 1968 bei Ford gleiche Rechte wie die männlichen Arbeiter. Foto: Getty Images
  • Das Comeback des Feminismus: Mit Bezug auf die Vorkämpferinnen demonstrieren Tausende in London für Frauenrechte. Foto: Jack Taylor/Getty Images
  • Heute protestieren Frauen wieder gegen strikte Abtreibungsgesetze - wie hier in Polen. Foto: Sean Gallup/Getty Images
  • Alice Schwarzer gilt als deutsche Ikone der Frauenbewegung. Foto: Sascha Baumann/Getty Images
  • Lisa Ortgies (links) und Sabine Heinrich moderieren "Frau tv". Foto: WDR/Annika Fußwinkel
  • Seit 1997 zeigt der WDR "Frau tv". Foto: WDR

Vieles ist in den vergangenen Jahren in Sachen Feminismus in Bewegung gekommen: Die Frage nach Gleichberechtigung erreichte durch die MeToo-Debatte, Popfeminismus und weibliche Selbstermächtigung auch den Mainstream. Es ist die aktualisierte Fortsetzung eines lange währenden Kampfes gegen patriarchale Verhältnisse und männliche Unterdrückung: Bereits vor 50 Jahren begehrten hierzulande vor allem junge Frauen auf und forderten eine Befreiung aus den überkommenen Strukturen einer Männerwelt. Schon damals wurde die Frauenbewegung auch medial diskutiert, wie der WDR nun eindrücklich zeigt: Im Anschluss an das Wochenmagazin "Frau tv" strahlt der Sender am Donnerstag, 5.7. ab 22.40 Uhr das Spezial "Frau tv - Die lange Sommernacht" aus.

Bis spät in die Nacht werden anhand von Archivaufnahmen des WDR die wichtigsten Komplexe des feministischen Kampfes gegen Sexismus und für Gleichberechtigung thematisiert. Gezeigt werden die radikalen Anfänge der zweiten Welle der Frauenbewegung, die mit BH-Verbrennungen, feministischen Zentren und Protesten gegen den Abtreibungs-Paragraphen 218 die Gesellschaft verändern wollte. Gekämpft werden musste auf breiter Front, gegen heute fast undenkbare Zustände: Dass zu jener Zeit Vergewaltigung in der Ehe noch nicht strafbar war, dass Frauen nicht über eigene Konten verfügen konnten und Männer wie selbstverständlich öffentliche Macht beanspruchten, während die Gattinen sich als Hausfrauen ins Private zurückziehen sollten.

Und doch wehren sich Männer bis heute gegen den Verlust ihrer Macht; ist Sexismus im Alltag Normalität und Frauenhass nach wie vor präsent. Sender wie der WDR trugen den Debatten darum schon früh Rechnung, anfangs mit Sendungen wie "Frauen-Studien", ab 1984 mit der Sendung "Frauenfragen" und seit 1997 gibt mit dem Magazin "Frau tv". Die Kontinuität der medialen Diskussion bis in die dritte Frauenbewegung ab den 90er-Jahren und darüber hinaus, beweist, wie relevant die Themen auch in unserer Zeit noch sind.

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