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Donnerstag, 21. Juni 2018 29° 8

Fußball-WM 2018: Keine Dachterrasse über dem Roten Platz

  • Oliver Welke (links) und Experte Oliver Kahn meldeten sich bei der Fußball-WM vor vier Jahren von der brasilianischen Copacabana. Gespräche und Analysen zur WM in Russland hingegen senden ARD und ZDF von Deutschland aus, um Kosten zu sparen. Ob die Atmosphäre darunter leidet? Foto: ZDF / Cronauer / Tim Schroedter / Jens Hartmann
  • Rio de Janeiro 2014: Auch Moderator Matthias Opdenhövel (links) und sein damaliger Experte Mehmet Scholl hatten stundenlange Sendezeit über einem der Traumstrände der Welt zu füllen. Der Verzicht auf die Live-Präsenz soll sowohl ARD als auch ZDF eine siebenstellige Summe einsparen. Foto: SWR
  • ZDF-Mann Jochen Breyer wäre im Alter von 35 Jahre zu seiner ersten Fußball-Weltmeisterschaft gefahren. Der Moderator des "Aktuellen Sportstudios" versteht jedoch, warum er verzichten soll. Foto: ZDF / Marianne Mueller
  • Jochen Breyers Experte: Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland wurde Mönchengladbachs MittelfeldspielerChristoph Kramer nicht in den Kader berufen. Nun kommentiert er das Geschehen an der Seite Jochen Breyers an den ZDF-Spieltagen. Foto: Jamie McDonald/Getty Images
  • Reist auch nicht nach Russland: Thomas Hitzlsperger, der nach der Trennung der ARD von Mehmet Scholl zum Top-Fußball-Experten des Senders aufstieg. Foto: BR / Natasha Heuse
  • Darf am Sonntag, 15. Juli, wieder so gejubelt werden? Es ist der Tag des WM-Endspiels 2018. Der Siegtorschütze 2014, Mario Götze, ist schon mal nicht im Kader. Doch auch ohne ihn gehört der amtierende Weltmeister Deutschland zu den WM-Favoriten. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Wer sich als Deutscher an die Fußball-WM 2014 in Brasilien erinnert, denkt auch an Moderatoren und Experten auf einer sonnendurchfluteten Dachterrasse über der Copacabana Rio de Janeiros. Derlei atmosphärische Bilder vom Gastgeberland einer Fußball-WM dürften der Vergangenheit angehören. Wie schon bei der letzten EM in Frankreich verzichten ARD und ZDF in Russland auf ein eigenes Studio vor Ort. Lediglich die Kommentatoren befinden sich live in den Stadien.

Alles andere rund um das am Donnerstag, 14. Juni, beginnende Turnier kommt aus einem gemeinsamen Studio der öffentlich-rechtlichen Sender in Baden-Baden: Moderation, Expertenrunden, Gäste und Spielanalysen. Immerhin: Die ARD wird neben dem internationalen Bildsignal auch mit einer eigenen Kamera im Innenraum der Stadien zugegen sein. So können nicht gesendete Szenen - wie zum Beispiel etwaige Ausschreitungen auf den Rängen - dennoch im Bild festgehalten werden.

In Baden-Baden stehen Experten wie Hitzlsperger, Kahn und Co. derweil vor einer 10,80 Meter breiten und 2,70 Meter hohen Projektionswand in Ultra HD. Für schärfste Bilder aus Russland ist also gesorgt. Die Datenleitung zwischen Russland und Baden-Baden liefert übrigens erstaunliche zehn Gigabit pro Sekunde. Erst die rasante Entwicklung der Breitbandtechnik über die letzten Jahre haben das bei der EM in Frankreich und dem Confed-Cup 2017 getestete "out of area"-Modell möglich gemacht. Der Verzicht auf eine Präsenz vor Ort hat vor allem mit den Kosten zu tun.

"Klar, man ist als Journalist immer lieber vor Ort", sagt ZDF-Moderator Jochen Breyer, der zum ersten Mal zu einer WM gefahren wäre. "Ich kann die Entscheidung für Baden-Baden jedoch nachvollziehen. ARD und ZDF sparen jeweils eine siebenstellige Summer für den Gebührenzahler ein. Das ist schon eine Hausnummer."

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