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Geheime lesbische Liebe und Oscar-Stars: So mischt Netflix auch die Berlinale auf

Streamingdienst beim Filmfestival
von Maximilian Haase

  • Natalia de Molina und Greta Fernández verkörpern die beiden Frauen, die ihre Liebe geheim halten müssen. Foto: Netflix
  • "Elisa & Marcela" erzählt von der Liebe zweier Frauen (Natalia de Molina und Greta Fernández) Ende des 19. Jahrhunderts. Foto: Netflix
  • Isabel Coixet trat bereits 2015 bei der Berlinale an. Foto: Netflix
  • William (Maxwell Simba) ist "The Boy Who Harnessed The Wind". Foto: Ilze Kitshoff / Netflix
  • Chiwetel Ejiofor (links) übernimmt in seinem Erstling "The Boy Who Harnessed the Wind" nicht nur Regie und Drehbuch, sondern auch eine Hauptrolle. Foto: Ilze Kitshoff / Netflix

Das Netflix die Kinos und Filmfestivals erobern will, ist nichts Neues. Mit Alfonso Cuaróns Meisterwerk "Roma" schielt der Streamingdienst in diesem Jahr sogar auf seinen ersten Spielfilm-Oscar. So überrascht es nicht, dass das Milliardenunternehmen auch auf der Berlinale (7. bis 17. Februar) Präsenz zeigt.

Bei den größten deutschen Filmfestspielen, die als das wichtigste Publikums-Filmfestival weltweit gelten, möchte man den Anspruch auf Teilhabe am künstlerischen Kuchen untermauern. Und das, wie gewohnt, mit großen Namen und gewagten Stoffen.

So feiert Oscar-Gewinner Chiwetel Ejiofor ("12 Years a Slave") mit "The Boy Who Harnessed the Wind" nach der Premiere auf dem Sundance Festival auch auf der Berlinale sein Spielfilm-Debüt als Regisseur. Das Drama um einen 13-jährigen Jungen, der im afrikanischen Malawi um die Jahrtausendwende mit einer außergewöhnlichen Idee sein Dorf vor der Hungersnot bewahrt, basiert auf einer wahren Geschichte, die bereits in der Buchvorlage von William Kamkwamba erzählt wurde. Ejiofor, als Sohn nigerianischer Eltern in London geboren, verfasste das Drehbuch, führte Regie und ist an der Seite von Maxwell Simba in einer Hauptrolle zu sehen. Ab 1. März ist das Drama auch auf Netflix abrufbar.

Der nächste Coup in Schwarz-Weiß?

Mit weniger Stars gespickt, dafür im offiziellen Wettbewerb läuft Netflix' Drama "Elisa & Marcela" von Regisseurin Isabel Coixet ("Mein Leben ohne mich"), deren Film "Nobody Wants the Night" die Berlinale 2015 eröffnete. Ihr neuer Film, der noch in diesem Jahr bei Netflix zu sehen sein soll, handelt von zwei jungen Frauen, die Ende des 19. Jahrhunderts eine lesbische Liebesbeziehung miteinander eingehen und diese geheim halten müssen. Nachdem Netflix mit "Roma" bereits den Goldenen Löwen in Venedig abräumen konnte: Wird das der nächste Coup des Streamingdienstes mit einem gewagten Historienfilm in Schwarz-Weiß?

Zu guter Letzt tritt Netflix bei der Berlinale auch in seiner eigentlichen Paradedisziplin an: Die schwedische Serie "Quicksand" ("Störst av allt") handelt von einer normalen Schülerin, die nach einer Massenschießerei an einer Schule in Stockholm plötzlich wegen Mordes vor Gericht steht. Das Krimi-Format soll ab 5. April bei Netflix zu sehen sein.

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