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Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 8

Mit "Tatort"-Star: Das "Bauhaus" kommt ins Fernsehen

  • Walter Gropius hat das Bauhaus 1919 in Weimar gegründet und sah sich später gezwungen nach Dessau auszuweichen. Foto: Jens Schlueter/Getty Images
  • Mit ihrer Hauptrolle in der erfolgreichen ARD-Serie "Charité" wurde Alicia von Rittberg einem breiteren Publikum bekannt. Foto: Christian Marquardt/Getty Images
  • Mit Kunst kennt sich Noah Saavedra aus: Er spielte bereits in "Egon Schiele: Tod und Mädchen" den titelgebenden österreichischen Maler. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Jörg Hartmann brilliert in der Rolle des "Tatort"-Kommisars Peter Faber. Ob er als Bauhaus-Gründer Walter Gropius ebenfalls überzeugen kann? Foto: Pascal Le Segretain/Getty Images
  • UFA-Chef Nico Hofmann zeigt sich begeistert vom neuen Projekt und unterstreicht die historische Bedeutung der Bauhaus-Gruppe. Foto: Lennart Preiss/Getty Images
  • Auf Walter Gropius geht die Bauhaus-Bewegung zurück. Der Berliner Architekt sah sich im Laufe der Zeit mit den Nazis konfrontiert. Foto: Erich Auerbach/Getty Images

Ein Filmdenkmal zum Jubiläum: Im Jahr 1919 wurde die Künstlerbewegung "Bauhaus" in Weimar von Walter Gropius gegründet. Zum demnächst anstehenden 100. Geburtstag wird derzeit ein Eventfilm realisiert. UFA Fiction, MDR, SWR und ARD Degeto zeichnen für die Dreharbeiten des TV-Films verantwortlich. Dieser hört aktuell noch auf den Arbeitstitel "BAUHAUS" und ist mit Alicia von Rittberg, Noah Saavedra und Jörg Hartmann prominent besetzt. Gregor Schnitzler ("Die Wolke") zeichnet für die Regie verantwortlich.

Im Fokus der Handlung wird Lotte Brendel (von Rittberg) stehen. Die junge Frau wird als Studentin an der titelgebenden Kunstakademie angenommen und läuft damit den konservativen Wünschen ihres Elternhauses entgegen. Sie wagt den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben, lernt Künstler wie Paul Klee und Wassily Kandinsky kennen und ihren Kommilitonen Paul Seligmann (Saavedra) lieben. Anhand ihrer Geschichte werden die Anfänge der Bauhaus-Bewegung rekapituliert.

Kunst, Handwerk und Architektur miteinander in Einklang zu bringen, war das revolutionäre Anliegen der Bauhaus-Gruppe - den Rechtskonservativen waren sie damit ein Dorn im Auge. Zu modern erschienen den Nazis die weltoffenen Ansichten der Gruppe um Walter Gropius (Hartmann). Auch dieses Thema findet Eingang in den Fernsehfilm, dessen Handlung mehrere Jahre umspannen wird. Der historische Hintergrund birgt viel Potenzial für einen packenden Film.

Die UFA-Produzenten Benjamin Benedict und Nico Hofmann sehen das ähnlich: "Die Bauhaus-Bewegung hatte alles: Energie zum jugendlichen, revolutionären Umbruch und eine enorm starke emanzipatorische Kraft, um die Rolle der Frauen neu zu definieren. Relevanter kann ein großer historischer Stoff nicht sein." Ob das Projekt dem gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Ein konkreter Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt.

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