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TV-Tipps
Freitag, 20. April 2018 26° 2

Frechheit siegt!

Birgit Schrowange - vollendet am 7. April das 60. Lebensjahr
von Frank Rauscher

  • Grau ist das neue cool: Birgit Schrowange wird 60. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • "Ich versuche nicht, krampfhaft einem bestimmten Bild zu entsprechen": Birgit Schrowange hat eine sympathische Einstellung zum Älterwerden. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • "Das bin ich, wenn ich in den Spiegel gucke, ganz authentisch, und ich fühle mich sehr wohl", sagt Birgit Schrowange. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Sie zeigen sich zusammen gerne in der Öffentlichkeit: Birgit Schrowange und ihr Freund Frank Spothelfer beim Deutschen Fernsehpreis 2018 in Köln. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Pretty in grey: RTL-"EXTRA"-Moderatorin Birgit Schrowange moderiert seit dem 11. September 2017 mit neuer Haarfarbe. Foto: MG RTL D
  • Eleganter geht es nicht: Die Fotos entstanden im vergangen Jahr im Zuge der Lookveränderung Birgit Schrowanges. "Ich fühle mich befreit", erklärte sie. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Auch mit "neuer" natürlicher Haarfarbe eine der attraktivsten Erscheinungen im deutschen TV: Birgit Schrowange wird am 7. April 60. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Was Birgit Schrowange zum Jugendwahn zu sagen hat: "Frauen macht euch mal locker, macht es den Männern nach und seid schön wie ihr eben seid!" Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Moderatorin Birgit Schrowange kommentiert seit 1994 "EXTRA - Das Magazin". Und sie macht auch auf einer Waschmaschine sitzend eine gute Figur. Foto: RTL / Stephan Pick
  • Lady in Red: Birgit Schrowange steht gerne in der Öffentlichkeit. Mit bemerkenswerter Lässigkeit. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Das Gesicht von "EXTRA - Das RTL Magazin": Moderatorin Birgit Schrowange. Foto: RTL / Stephan Pick
  • "Ich war wahnsinnig aufgeregt": Am 13. Oktober 1994 moderierte Birgit Schrowange die erste "EXTRA-Sendung. Foto: RTL
  • "Früher moderierte ich strenger": Birgit Schrowange vor 24 Jahren. Foto: RTL
  • Handwerker im Test: Auch damit sorgen die "EXTRA"-Reporter regelmäßig für Gesprächsstoff. Foto: RTL / Stephan Pick
  • Schräge Themen - absurde Momente: Moderatorin Birgit Schrowange und Reporter Jenke von Wilmsdorff kommentierten in der Jubiläumssendung 2014 skurrile Themen und ungewöhnliche Reportagen aus "EXTRA - Das RTL Magazin". Foto: RTL / Stefan Gregorowius
  • "EXTRA' ist nicht unbedingt das Format, um seine Persönlichkeit komplett auszuleben": Birgit Schrowange moderiert das RTL-Magazin seit 20 Jahren. Foto: RTL
  • Seit 2011 moderiert Birgit Schrowange im Hightech-Studio. Foto: RTL
  • Birgit Schrowange moderierte gestern Abend zum ersten Mal "Extra" (montags, 22.15 Uhr, RTL) mit grauen Haaren. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Schluss mit Färben: Birgit Schrowange moderiert "Extra" mit grauen Haaren. Foto: MG RTL D
  • Nach Anfängen beim WDR und einem Jahrzehnt als Ansagerin beim ZDF, ließ sich Birgit Schrowange von Privatfernsehvisionär Helmut Thoma vor 24 Jahren zu RTL locken, wo sie seit der ersten Sendung im Oktober 1994 Moderatorin und das Gesicht des Wochenmagazins "EXTRA" ist. Foto: RTL
  • "Ich bin neugierig, ich bin nicht verbissen, ich hadere nicht mit der Vergangenheit, sondern lebe im Jetzt": Birgit Schrowange. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • "Nehmt euch, was ihr braucht, und macht, was euer Herz sagt!" - Das rät Birgit Schrowange den Frauen. Foto: MG RTL D / Stephan Pick
  • Seit fast 24 Jahren führt Birgit Schrowange durch das RTL-Magazin "EXTRA". Foto: RTL
  • "Ich gehe hier nicht eher weg, bis ihr mir einen Job gegeben habt - und wenn ich in der Kantine arbeite": So fing für Birgit Schrowange alles an beim Fernsehen. Foto: RTL
  • Ihren Look hat Moderatorin Birgit Schrowange in den vergangenen Jahren immer wieder mal dezent verändert. Doch nie zuvor so radikal wie im vergangenen Jahr, als sie plötzlich ergraut vor der Kamera stand. Foto: RTL / Stephan Pick
  • Birgit Schrowange will "keine von diesen alten Fernsehladys sein, die an ihrem Stuhl kleben". Foto: RTL / Stephan Pick
  • Fast in Vergessenheit geraten ist die Liaison zwischen Birgit Schrowange (60) und Markus Lanz (49). Die elf Jahre Altersunterschied waren für die beiden nie ein Thema. Dennoch war die Liebe nach acht Jahren vorbei. Was bleibt, ist ein gemeinsamer Sohn. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • "Ich habe eine Karriere genießen dürfen, die so nicht vorhersehbar war, und ich bin dankbar, dass ich noch dabei bin", sagt Birgit Schrowange. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Neue Liebe, neues Glück: Birgit Schrowange und Frank Spothelfer beim Bambi Award 2017 in Berlin. Foto: Alexander Koerner/Getty Images

Ja, das Grau steht ihr ausgezeichnet. Und, nein, man sieht sie ihr wirklich nicht an, die dreieinhalb Jahrzehnte, die Birgit Schrowange nun schon da ist, wo sie einst als junges Mädchen hinwollte: im Fernsehen, vor der Kamera. Nach Anfängen beim WDR und einem Jahrzehnt als Ansagerin beim ZDF, ließ sie sich von Privatfernsehvisionär Helmut Thoma vor 24 Jahren zu RTL locken, wo sie seit der ersten Sendung im Oktober 1994 Moderatorin und das Gesicht des Wochenmagazins "EXTRA" ist. Die Wahlkölnerin, die am 7. April ihr 60. Lebensjahr vollendet, blickt heute auf einige handfeste Erfolge ihres investigativen Formats zurück und auf ein gutes Stück TV-Geschichte: Ihr Name und ihr Gesicht stehen synonym für die positiven Seiten des Privatfernsehens in Deutschland. Was unter anderem zur Folge hat, dass Birgit Schrowange nach wie vor im Fokus der Medien steht und immer noch für einen Boulevardaufreger gut ist.

Die grauen Haare, ein offensichtlicher Gewichtsverlust, das Liebesglück mit ihrem neuen Lebensgefährten, dem Unternehmer Frank Spothelfer (52), eine vorübergehende Erkrankung ... - Die Schlagzeilen begleiten Birgit Schrowanges Leben gerade wieder in hoher Frequenz. Sie nimmt es, wie eigentlich immer in ihrer Karriere, erstaunlich gelassen hin und gibt professionell lächelnd bereitwillig Antworten auf fast alle Fragen.

Weil sie nicht nur Charme, sondern auch ein ausgezeichnetes Gespür für die richtigen Worte und die Dosierung ihrer Präsenz hat, wird ihr Status als Sympathieträgerin dabei nur untermauert. "Frauen macht euch mal locker, macht es den Männern nach und seid schön, wie ihr eben seid", erklärte Birgit Schrowange, als sie im vergangenen Jahr urplötzlich ergraut moderierte und bekannte: "Ich fühle mich befreit. Das bin ich, wenn ich in den Spiegel gucke, ganz authentisch, und ich fühle mich sehr wohl." Nachdem sie vorher nach eigener Aussage 20 Jahre ihre Haare gefärbt hatte, kam der Typwechsel bei Zuschauern und Medien gut an: ein Statement gegen den Jugendwahn!

Dabei hat ihr Moderationsstil etwas unverwüstlich Jugendliches. Ohnehin, lachte Birgit Schrowange vor ein paar Jahren im Interview mit der Agentur teleschau, empfinde sie sich "vielleicht als 36-Jährige ... Also innendrin". Dass sie älter aussähe, sei ihr "klar - und egal". Was sie jung halte, seien gute Gene. Ansonsten, verriet sie, habe "das sicher mit Lebenseinstellung zu tun: Ich bin neugierig, ich bin nicht verbissen, ich hadere nicht mit der Vergangenheit, sondern lebe im Jetzt. Und ich versuche nicht, krampfhaft einem bestimmten Bild zu entsprechen. Großes Frauenproblem, glauben Sie mir."

Sie wolle indes "keine von diesen alten Fernsehladys sein, die an ihrem Stuhl kleben", sagte die auf einem Bauerhof nahe Brilon im Hochsauerlandkreis aufgewachsene Birgit Schrowange der teleschau und sprach vor drei Jahren bereits offen über ein Karriereende. "Ich habe eine Karriere genießen dürfen, die so nicht vorhersehbar war, und ich bin dankbar, dass ich noch dabei bin - aber irgendwann ist sicher Schluss", erklärte die Moderatorin. "Ich nenne keine Zahl, aber Fakt ist: Ich kann loslassen."

Ihr Ziel sei es, "eine coole, alte Lady zu werden", sagt Birgit Schrowange, deren "Mädchentraum" das Fernsehen war - auch wenn sie erst mal Rechtsanwalts- und Notargehilfin lernte. "Es war eben ein Hirngespinst, aber manchmal kommen die weiter, die spinnen." Birgit Schrowange marschierte 1978 im Alter von 19 Jahren zum WDR und sagte: "Ich gehe hier nicht eher weg, bis ihr mir einen Job gegeben habt - und wenn ich in der Kantine arbeite."

Ihren ersten Fernsehjob hatte Birgit Schrowange dann als Stenokontoristin. "Man fängt klein an. Und Frechheit siegt", meinte sie in Erinnerung an jene Zeit, in der sie "nicht selbstbewusst, sondern nur beharrlich" gewesen sei. Schrowange: "Ich habe das jedem gesagt: Ich will Fernsehansagerin werden! Beim WDR haben sie mich am Anfang auch erst vorne rausgeschmissen, und ich bin hinten wieder reinmarschiert. Und dann wurde es ernst: Ich lebte in meiner Zwölf-Quadratmeter-Bude, ernährte mich von Spaghetti mit Ketchup und büffelte, nahm privat Schauspiel- und Sprechunterricht, um mir den fürchterlichen westfälischen Dialekt abzugewöhnen. Bis ich mein Ziel erreichte."

Beharrlichkeit statt falscher Bescheidenheit - dazu passt auch der Titel von Birgit Schrowanges Buch: "Es darf gern ein bisschen mehr sein". Sie wünscht sich, dass es den Frauen Mut macht: "Seid nicht immer so bescheiden, seid kühn, seid renitent. Nehmt euch, was ihr braucht, und macht, was euer Herz sagt!" Aus ihren ureigenen Herzensangelegenheiten machte die frisch verliebte Moderatorin unlängst mal wieder kein Geheimnis: "Bei einem Hochzeitsantrag würde ich nicht Nein sagen", verriet sie in einem Interview ...

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