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Stil

Zwischen Ethno und Sport - Männermode 2012

Der Mann darf 2012 gerne ein bisschen exzentrisch sein. Zumindest stellen ihm die Designer von Mailand über Paris bis nach New York genügend Ideen für sein Outfit zur Verfügung.

Männer dürfen in der kommenden Saison ruhig mal zu kräftigeren Farben greifen.

Berlin. Dass Männermode im Vergleich zum weiblichen Pendant weniger zu bieten hat, diese Zeiten sind längst vorbei. Und selbst wenn er nicht ihre Auswahl an Kleidungsstücken hat. Frühjahr und Sommer bringen 2012 reichlich Vielfalt. Eine Liste, was nächstes Jahr wichtig wird:

Olympische Zeichen: Sport ist aus der Männermode nicht wegzudenken. Schon gar nicht in einem Jahr, das mit den Olympischen Spielen in London ein Großereignis im Kalender hat. Nylon-Shirts und -Mäntel oder Jogging-Blousons gehören zur Grundausstattung des sportlichen Mannes. Von Prada kann er in bunten Farben interpretierte Golfschuhe bekommen, bei Frankie Morello Fahrradtrikots und bei Moncler Gamme Bleu Kleidungsstücke, die an Fechter erinnern. Die Engländerin Vivienne Westwood lässt alle wie Gewinner aussehen - und bedruckt T-Shirts mit einem Medaillensatz.

Öko-Chic: Ethno und Öko stehen für zwei Themenbereiche, die sich in ihren Grundzügen ähneln. Zum Beispiel beim starken Einsatz von Leinen oder in den Batik-Optiken. Grobe Strickelemente sind hier im nächsten Frühjahr ebenso zu finden wie Hemden mit verwaschenen Drucken oder Naturmotiven. Der neue Öko-Typ kombiniert zum Beispiel eine Latzhose zu einem schönen Sakko. Unter Ethno lassen sich Elemente wie die exotischen Drucke, aber auch die Safari-Jacken einordnen.

Trendfarbe: Blau ist eine Farbe, zu der Männer im Allgemeinen recht schnell Zugang finden. Sie kommt 2012 auf breiter Front. „Blau Mann“ titelte die Fachzeitschrift „TextilWirtschaft“ (Frankfurt/Main) in einer Analyse der Trends Frühjahr/Sommer 2012. Geboten wird diese Farbe in nahezu allen Schattierungen und für praktisch jedes Kleidungsstück.

Bunte Hemden: Das Sommerhemd kann im nächsten Jahr nicht bunt und wild gemustert genug sein. Versace zum Beispiel reanimierte die üppigen barocken Drucke, mit denen das Label unter seinem Gründer Gianni Versace einst berühmt wurde. Etro bevorzugt maritime Motive, Prada unter anderem Comic-Figuren, Moschino Palmen und der Belgier Dirk Bikkembergs knackige Tomaten.

Accessoires: Taschen waren lange eine Domäne der Damenmode. Doch die Männer holen stark auf. Zum einen gilt es, neue technische Begleiter mit einzukleiden: So bringt nicht nur Jil Sander Taschen fürs iPad und die anderen flachen Tablet-Computer in den Handel. Zum anderen möchte manch ein modisch aufgeschlossener Mann seine Kleidung mit dem passenden Accessoire abrunden. Ob geräumiger Shopper, markanter Rucksack, edle Business-Tasche oder praktischer Trolley: Eine Tasche gehört nach dem Wunsch der Designer zu jedem Outfit.

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