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Wegen Bettszene mit einem Mann

Antonio Banderas: "Meine Mutter hätte mich am liebsten umgebracht!"

Stress wegen einer Bettszene: Schauspieler Antonio Banderas erinnert sich daran, wie er seine Mutter mit einem seiner ersten Filme schockiert hat.

  • Damit kam Mutter Banderas gar nicht klar: Vor Jahren spielte ihr Sohn Antonio einen schwulen Mann. Foto: Carlos Alvarez/Getty Images
  • In "Leid und Herrlichkeit" spielt Antonio Banderas (rechts) das Alter Ego von Regisseur Pedro Almodóvar. Foto: Studiocanal / El Deseo / Nico Bustos

Im Film "Leid und Herrlichkeit" spielt Antonio Banderas das Alter Ego des homosexuellen Regisseurs Pedro Almodóvar, jenes Mannes, der ihn vor Jahrzehnten fürs Kino entdeckt hat. Nicht zum erstem Mal schlüpft der spanische Schauspieler dafür in die Rolle eines schwulen Mannes - in Almodóvars "Das Gesetz der Begierde" tat er es 1987 schon einmal, sehr zum Leidwesen seiner Mutter. "Sie hätte mich am liebsten umgebracht!", erzählt Banderas nun im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau.

Seine Mutter habe sich den Film damals in Madrid im Kino angesehen, "mit all ihren sehr konservativen, katholischen Freundinnen", so Banderas. Jene Szene, in der er mit einem anderen Mann das Bett teilt, habe die Frauen schockiert. Seine Mutter habe ihn sofort nach der Vorstellung angerufen und gefragt, warum er ihr das angetan habe. Er habe versucht, sich zu rechtfertigen und erklärt, er habe mit dem Film zusammen mit Almodóvar "die Strukturen des konventionellen Kinos niederreißen" wollen, so Banderas. "'Was faselst du?', schrie meine Mutter mich an. 'Ich gehe mit all meinen Freundinnen ins Kino - und dann das?!'" Fünf Minuten später hätten sich die beiden aber wieder versöhnt.

"Leid und Herrlichkeit" startet am 25. Juli in den deutschen Kinos. Für seine Rolle als schwuler Filmemacher wurde Antonio Banderas in diesem Jahr in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet.

teleschau

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