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"Supergirl"-Star

Häusliche Gewalt: Melissa Benoist spricht über schlimme Erfahrungen

US-Star Melissa Benoist musste "häusliche Gewalt" erfahren - und spricht nun offen in einem Video darüber.

  • Melissa Benoist gesteht: "Ich bin Überlebende häuslicher Gewalt". Foto: 2018 Getty Images/Pascal Le Segretain
  • Bekannt ist Melissa Benoist besonders durch ihre Rolle als "Supergirl". Foto: ProSieben / Warner Bros. Entertainment

Auf ihrem Instagram-Account postete sie ein fast 15 Minuten langes Video, in dem sie zum ersten Mal öffentlich über schlimme Erfahrungen spricht: "Ich bin Überlebende häuslicher Gewalt", gesteht "Supergirl"-Star Melissa Benoist in dem Clip. Den Namen ihres Peinigers nennt sie nicht. Umso detaillierter beschreibt sie die furchtbare Zeit - Hauptgrund für die Gewaltausbrüche sei Eifersucht gewesen.

Zunächst habe sie sich bei ihm "besonders und wertvoll" gefühlt. Doch als sie dann zusammenkamen, habe für Benoist allmählich die Hölle auf Erden begonnen. Erst habe der Mann ihren Kleidungsstil kritisiert, ihr Handy kontrolliert und dann mehr und mehr ihren Job beeinflusst: "Meine Arbeit war stets ein heikles Thema", erklärt die 31-Jährige. "Er wollte nicht, dass ich vor der Kamera jemanden küsse oder gar mit Männern flirte. Also lehnte ich Vorsprechen, Stellenangebote, Testaufnahmen und Freundschaften ab, weil ich ihn nicht verletzen wollte."

Melissa Benoist wurde nach eigenen Angaben sogar schwer misshandelt: Sie sei festgehalten, auf den Kopf geschlagen und an den Haaren über den Bürgersteig gezogen worden. Der Mann habe ihre Haut verletzt, sie so sehr "gegen die Wand geschlagen, dass die brach" und sie "gewürgt". Fünf Monate lang habe sie dieses Martyrium über sich ergehen lassen - bis ihr ein besonders schlimmer Vorfall die Augen öffnete: Der Mann habe ein Smartphone auf sie geworfen, ihr die Nase gebrochen und sie schwer am Auge verletzt. Zunächst habe sie sogar vor Krankenschwestern und Ärzten noch Ausreden gesucht, doch kurz darauf sich einer Freundin anvertraut.

"Jeder verdient es, geliebt zu werden"

"Der lange und kurvenreiche Weg der Heilung und Versöhnung hat mich zu diesem Moment geführt, in dem ich mich stark genug fühle, um offen, ehrlich und ohne Scham über meine Erfahrungen zu sprechen", so die Schauspielerin. "Durch das Teilen meiner Geschichte kann ich hoffentlich andere dazu bringen, Hilfe zu suchen und sich von missbräuchlichen Beziehungen zu befreien. Jeder verdient es, geliebt zu werden, ohne Gewalt, Angst und körperliche Schäden."

Die Produzenten von "Supergirl", Sarah Schechter und Greg Berlanti, sagten ihr Unterstützung zu. Seit 1. September ist Melissa Benoist mit ihrem Serienkollegen Chris Wood verheiratet.

teleschau

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