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Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 1

Horst Lichter

"Irgendwann ist alles mal vorbei"

  • Horst Lichter glaubte von Beginn an an das Konzept von "Bares für Rares", andere nicht: "Am Anfang haben fast alle gesagt: Was willst du denn damit? Du bist doch Koch und kein Trödelonkel, lass dat!" Foto: ZDF / Frank Hempel
  • Horst Lichter, der TV-Koch und Oldtimerfan mit dem markanten Schnauzer, führt seit 2013 durch die Trödelshow "Bares für Rares". Es ist derzeit die erfolgreichste Nachmittagssendung des ZDF. Am 12. Juli steht wieder mal eine Primetime-Ausgabe auf dem Programm. Foto: ZDF/Guido Engels
  • "Mir fehlen tatsächlich ein bisschen die Worte": Horst Lichter nahm stellvertretend für das "Bares für Rares"-Team die Goldene Kamera entgegen. Foto: Eventpress / GOLDENE KAMERA
  • Horst Lichter kennt das Geheimnis von "Bares für Rares": "Die Sendung ist unaufgeregt, tut keinem weh, ist ehrlich - man fühlt sich gut. Das Publikum ist schon lange bereit, endlich etwas Echtes zu sehen." Foto: ZDF / Ulrich Perrey
  • Horst Lichter (links) vertraut bei "Bares für Rares" auf seine Experten - einer davon ist Albert Maier. Foto: ZDF / Frank Dicks

Alte Sachen, interessante Menschen - und ein einzigartiger Moderator: Die Rezeptur der Trödelshow "Bares für Rares" (werktags, 15.05 Uhr) beschert dem ZDF seit fünf Jahren gigantische Einschaltquoten am Nachmittag. Im Mittelpunkt der Erfolgssendung, die inzwischen auch mehrfach zur Primetime lief (demnächst am Donnerstag, 12.7., 20.15 Uhr), steht mit Horst Lichter eine Kultfigur aus dem Buche.

Doch der einstige Fernsehkoch musste um die Moderation kämpfen: "Am Anfang haben fast alle gesagt: Was willst du denn damit? Du bist doch Koch und kein Trödelonkel, lass dat!", offenbarte Lichter im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Das Potenzial für den Erfolg sah der 56-Jährige früh: "Die Sendung ist unaufgeregt, tut keinem weh, ist ehrlich - man fühlt sich gut. Das Publikum ist schon lange bereit, endlich etwas Echtes zu sehen."

Aus diesem Grund verwunderte es den Rheinländer auch, dass die Authentizität des Formats in den Medien im Zuge der Inszenierungs-Vorwürfe angezweifelt wurde: "Wenn irgendetwas einen großen Erfolg hat, wird sich nicht gefreut, sondern vermutet, dass da was nicht stimmen kann. Das ist typisch, zu sagen: Das geht nicht mit rechten Dingen zu! Der Deutsche kann nicht erstmal genießen, ohne zu denken, da ist ein Haken dran", kritisierte Lichter im Gespräch. "Ein wenig Neid und Missgunst spielt da auch eine Rolle. Jeder hätte das gern selbst entdeckt, erfunden und gemacht."

Persönlich hört der Moderator vor allem auf Kritik aus dem engsten Kreis: "Mein größter Kritiker ist mein Schatz, meine Frau Nada, die mir mehr als ehrlich sagt, wann ich gut bin", so Lichter gegenüber der teleschau. "Auch mein Dorf, auf dem wir wohnen, erdet: Es ist nicht so, dass ich hier ankomme und alle applaudieren. Da werde ich begrüßt, wie ein normaler Mensch."

Inzwischen, so Lichter, sei er in der Öffentlichkeit nicht mehr "der Koch": "Die Wahrnehmung hat sich geändert, jetzt bin ich der von 'Bares für Rares'." Verändert habe er sich dabei aber nicht: "Darauf bin ich sehr stolz - dass Ich Ich bin. Das habe ich seit der ersten Stunde im Fernsehen gelernt." Zufrieden gibt sich der Entertainer mit der Entwicklung der letzten Jahre allemal: "Seit ein paar Jahren mache ich nur noch Dinge, die mir Spaß machen. Dazu stehe ich. Ich forme mir mein Umfeld. Dafür muss man in erster Linie geben, dann bekommt man etwas zurück", sagte Lichter im Gespräch mit der teleschau.

Auf die Frage nach der Zukunft seines Engagements bei "Bares für Rares" gab sich Lichter geheimnisvoll: "Irgendwann ist alles mal vorbei", so der Moderator, "aber ich sag mal: Das wird noch lange laufen können! Ich persönlich mache so lange weiter, solange es mir Freude macht."

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