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Missbrauchsvorwürfe

"Ich glaube ihm" - Scarlett Johansson verteidigt Woody Allen

In einem aktuellen Interview erklärt die Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson, dass sie Woody Allen die Treue hält - trotz der Missbrauchsvorwürfe, mit denen sich der Regisseur konfrontiert sieht.

  • Scarlett Johansson hat ihre steile Karriere unter anderem Woody Allen zu verdanken. Mitte der 2000-er war sie in mehreren seiner Filme zu sehen und wurde dadurch einem größeren Publikum bekannt. Foto: 2005 Getty Images / Franco Origlia
  • Scarlett Johansson sorgt mit ihrer Verteidigung von Woody Allen für Kontroversen. Foto: Anthony Harvey/Getty Images

Scarlett Johansson ("Avengers: Endgame") ist einer der größten Hollywoodstars der Gegenwart - und seit Kurzem auch offiziell die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Zudem ist die 34-Jährige dafür bekannt, in Interviews kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Im Gespräch mit "The Hollywood Reporter" bewies sie dies nun abermals. Auf die Frage, wie sie zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Regie-Ikone Woody Allen stehe, erklärte Johannson: "Ich glaube ihm." Zudem fügte sie an: "Ich würde wieder mit ihm arbeiten."

Für ihre Aussage wurde die Schauspielerin von vielen Seiten harsch kritisiert: "Dass Scarlett Johansson Woody Allen so vehement verteidigt, verfestigt weiterhin ihren Status als einer der schlimmsten Menschen, die in Hollywood arbeiten", schrieb etwa Michael Cuby vom LGBTQ-Onlineportal "Them".

"Ich liebe Woody"

Im Zuge der #MeToo-Debatte ist vor einiger Zeit erneut die Diskussion darüber entflammt, ob Allen seine Tochter Dylan Farrow Anfang der 1990-er sexuell missbraucht habe. Damals wurde der heute 83-Jährige nach einer offiziellen Untersuchung der Vorwürfe für unschuldig befunden. Nachdem Farrow das Thema zuletzt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hatte, wurde Allen quasi zur persona non grata in Hollywood degradiert. Etliche Stars bekundeten, dass sie ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Drehbuchautor bereuten und nie wieder mit ihm drehen wollten - unter anderem Michael Caine und Greta Gerwig.

Ganz im Gegensatz zu Scarlett Johansson. Die Darstellerin arbeitete Mitte der 2000-er dreimal gemeinsam mit Allen ("Match Point", "Scoop" und "Vicky Cristina Barcelona") - der oscarprämierte Filmemacher brachte die Karriere der gebürtigen New Yorkerin maßgeblich ins Rollen. "Ich liebe Woody", so Johansson heute im Interview. "Ich sehe ihn, wann immer es mir möglich ist, und ich hatte viele Gespräche mit ihm über dieses Thema", so der Star. "Ich war sehr direkt zu ihm und er war sehr direkt zu mir. Er behauptet weiterhin, dass er unschuldig sei, und ich glaube ihm."

Damit ist Johansson eine der wenigen in der "Traumfabrik", die der Regielegende die Treue hält. Seit Amazon im vergangenen Jahr einen Vertrag mit Allen aufgelöst hatte, findet der Altmeister keinen US-Verleih zur Zusammenarbeit mehr.

teleschau

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