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30 Jahre danach

Rammstein-Keyboarder kritisiert: "Die Wiedervereinigung war eine Sauerei"

In diesem Jahr jährt sich die deutsche Wiedervereinigung zum 30. Mal. Christian Lorenz, Keyboarder von Rammstein, ließ in einem Interview nun kein gutes Haar an der Wende.

  • In einem Interview übte Rammstein-Keyboarder Christian "Flake" Lorenz harte Kritik an der deutschen Wiedervereinigung. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Gehen 2020 auf große Tournee: Christian "Flake" Lorenz (zweiter von rechts) und seine Rammstein-Kollegen. Foto: Jens Koch

Harte Worte von Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz: In einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" bezeichnete der Musiker die deutsche Wiedervereinigung als "Sauerei". Außerdem legte er nach: "Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten." Weil sich die Menschen im Osten deswegen "zurückgesetzt" gefühlt hätten, würden bis heute "Groll und Enttäuschung anhalten". Die Folge davon sei der anhaltende Rechtsruck in den ehemals ostdeutschen Bundesländern.

"Das politisch Linke hatten sie (...) schon in ihrem Leben, jetzt probieren sie es mit rechts", so die Meinung von Lorenz. Warum die Gunst vieler Wähler auf die AfD umschlägt, kann "Flake", wie sich der Musiker selbst nennt, aber nicht verstehen: "Wenn die AfD regieren würde, würden viele Leute sehr schnell merken, dass es nicht besser, sondern schlimmer wird." In Bezug auf die DDR sagte er hingegen, dass eine Pauschalisierung als "Unrechtsstaat" nicht angemessen sei. "Ich möchte nicht wissen, wie viele unschuldige Menschen im Westen eingesperrt und überwacht wurden beziehungsweise werden", fügte Lorenz hinzu.

2017 veröffentlichte der Keyboarder mit "Heute hat die Welt Geburtstag" eine literarische Autobiografie über die Band, 2019 meldete sich die Rockband mit ihrem Studioalbum "Rammstein" zurück.

teleschau

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