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Influencer Rezo

"Rezo stört": CDU-"Zerstörer" bekommt eigene Kolumne

Influencer Rezo ist seit seinem Video über die "Zerstörung der CDU" in aller Munde - und bekommt ab sofort eine eigene Kolumne bei "Zeit Online".

  • Seit Neuestem Kolumnist eines ganz klassischen Leitmediums: Influencer Rezo. Foto: YouTube / Rezo
  • Der YouTube-Star Rezo hat die CDU mit einem politischen Video arg in Bedrängnis gebracht. Foto: Sean Gallup/Getty Images

Millionenfach geklickt: Seit seinem YouTube-Video über die "Zerstörung der CDU", in dem er sich 55 Minuten lang mit der Regierungspolitik der Union auseinandersetzte, ist Rezo der wohl bekannteste Influencer des Landes. Über 16 Millionen Mal wurde der Clip bereits aufgerufen. Nun konnte "Zeit Online" den 27-Jährigen für sich gewinnen. Ab sofort publiziert Rezo dort in gewohnt flapsiger Manier alle zwei Wochen eine eigene Kolumne mit dem vielsagenden Namen "Rezo stört". Darin widmet er sich jeweils einem "großen gesellschaftlichen Thema". - "Wir freuen uns sehr, dass wir Rezo als Autor gewinnen konnten", sagt Jochen Wegner, Chefredakteur "Zeit Online". "Er ist zu einer wichtigen Stimme geworden, die weit über seine Generation hinaus Gehör findet."

In seiner Auftakt-Kolumne "Horst Seehofer ist kein drolliges Kleinkind" lässt sich Rezo über Einlassungen des Bundesinnenministers zur Gamerszene nach dem Terroranschlag von Halle aus. Er resümiert: "Es darf nicht lediglich als kleiner Fauxpas abgestempelt werden, wenn ein Innenminister die Massenüberwachung der halben Bevölkerung fordert und offensichtlich nicht weiß, wovon er da spricht." Dazu gehöre aber im Gegenzug auch, dass man Politikern die Chance gebe, öffentlich einzugestehen, dass sie von einem Thema nicht genug Ahnung hätten. "In vielen Fällen ist es eben okay, wenn ein Politiker gerade nicht genau Bescheid weiß und spontan nicht alle Statistiken, Definitionen und Zusammenhänge kennt", so Rezo.

Als "YouTuber" möchte der Wahl-Aachener übrigens nicht bezeichnet werden. "YouTuber ist ein sehr dummer Ausdruck", sagte Rezo unlängst in einem Interview mit dem Medienmagazin "ZAPP" im NDR Fernsehen. Ihn störe an der Begriflichkeit, dass er damit auf ein einziges Medium reduziert werde. Vielmehr sehe er sich selbst als "Influencer": "So 'ne Anne Will ist ein Influencer, ich bin ein Influencer, die 'FAZ' ist ein Influencer - wir sind alle Influencer, wir alle beeinflussen Menschen", meint Rezo. "Und deswegen haben wir alle gleichermaßen in Relation zu der Reichweite, die wir haben - also Anne Will mehr als ich - eine Verantwortung."

teleschau

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