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Kandidatur zum Parteivorsitz

SPD gibt Jan Böhmermann einen Korb: War es das jetzt?

Für eine Kandidatur Jan Böhmermanns zum SPD-Parteivorsitzenden scheint es aus formalen Gründen nicht zu reichen. Dabei sendeten einige Genossen durchaus Signale, dass sie sich das Projekt vorstellen könnten.

  • Kann er sich als Kandidat für den SPD-Parteivorsitz juristisch einklagen? Satiriker Jan Böhmermann lässt sein neues Projekt noch nicht fallen. Foto: ZDF / Ben Knabe
  • Vier SPD-Unterbezirke liebäugelten mit einer Unterstützung der Kandidatur Jan Böhmermanns zum Parteivorsitzenden - zogen diese dann aber doch wieder zurück. Foto: Andreas Rentz/Getty Images
  • Es bleibt wohl ein (satirischer) Traum: Jan Böhmermann als SPD-Vorsitzender. Foto: ZDF / Ben Knabe

Jan Böhmermann will für den SPD-Vorsitz kandidieren - doch sein Projekt scheint zu scheitern. Zwar durfte sich der 38-jährige Satiriker mit seinem Twitter-Account der Kampagne "#neustart2019" binnen dreier Tage über 27.000 Follower freuen - deutlich mehr Abonnenten als die Bewerber der zugelassenen acht Kandidatenduos - trotzdem scheint das Projekt an formalen Kriterien zu scheitern.

Um offiziell zugelassen zu werden, hätte Spaßvogel Böhmermann bis Sonntagabend Parteimitglied werden und fünf SPD-Unterbezirke finden müssen, die seine Kandidatur unterstützen. Vier Unterbezirke, so hieß es, hätten Böhmermann ihre Unterstützung zugesagt, diese dann allerdings wieder zurückgezogen. Auch mit der "schnellen" Parteimitgliedschaft gab es Probleme. Zwar hatte der SPD-Ortsverein in Köthen, Sachsen-Anhalt, Böhmermanns Mitgliedsantrag bewilligt. Dieser hätte allerdings in Böhmermanns "Heimatverein" in Köln Ehrenfeld erfolgen müssen.

Sonntagabend meldete sich der Neo Magazin Royale-Macher dann per Facebook selbst zu Wort: "Trotz vollen Einsatzes hat es am Ende möglicherweise knapp nicht gereicht, die strengen Kriterien zu erfüllen. Das ist ein herber Rückschlag für die Erneuerung der SPD. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen. Die SPD und ich analysieren jetzt selbstkritisch welche dornigen Chancen für Deutschland in dieser Situation liegen."

Das Projekt Parteivorsitz mag der Satiriker wohl trotzdem nicht komplett aufgeben. Eventuell, so hieß es in Presseberichten, will Böhmermann noch juristisch gegen seine Nicht-Zulassung vorgehen.

Eric Leimann

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