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RTL II-Sozial-Doku

"Unsere Geschichte darf sich nicht wiederholen": Wie Hans Sarpei an die DDR und den Mauerfall erinnert

Der Ex-Fußballprofi blickt zum Tag der Deutschen Einheit auf das noch immer schwierige Verhältnis von "Ossis" und "Wessis" zurück und besucht in seiner RTL II-Sozialdoku unter anderem ein Neonazi-Festival. Seine Dreherfahrungen waren höchst brisant.

  • Hans Sarpei hat die Beschäftigung mit deutsch-deutschen Themen stark beeindruckt. "Unsere Geschichte darf sich nicht wiederholen", sagt er nun. Foto: RTL II/Magdalena Possert
  • "Wir müssen schauen, dass wir Fremdenfeindlichkeit und Alltagsrassismus bekämpfen", sagt Hans Sarpei. Foto: RTL II/Magdalena Possert
  • Hans Sarpei spielte lange für Bayer Leverkusen und Schalke 04. Foto: 2017 Getty Images/Florian Ebener

Hans Sarpei, der auf der Höhe seiner Kicker-Karriere für Bayer Leverkusen und den FC Schalke 04 erfolgreich spielte, wuchs in Köln als Sohn deutsch-ghanaischer Eltern auf - und hat früh erfahren, wie alltäglich bedauerlicherweise Rassismus in Deutschland ist, auch in den Stadien. Für die sehenswerte neue RTL II-Sozialdoku "Abgestempelt?! Hans Sarpei will's wissen", die der Sender zum Tag der Deutschen Einheit am Donnerstag, 3. Oktober, um 19.05 Uhr, ausstrahlt, hat er sich auf eine spannende Reportage-Reise durch ein auch 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch innerlich nicht ganz wiedervereinigtes Land gemacht.

Die Dreharbeiten führten den erfolgreichen Ex-Außenverteidiger unter anderem zu einem Neonazi-Festival im sächsischen Ostriz, aber auch zum Gespräch mit dem Holger Beeck. Der 60-jährige Vorstandsvorsitzende von McDonald's Deutschland ist Herr über rund 60.000 Mitarbeiter - und in Ostdeutschland aufgewachsen. Immer wieder sieht sich Hans Sarpei mit Vorurteilen und Klischees über Ost und West konfrontiert und zieht bei RTL II nachdenkliche Schlüsse aus seinen Erfahrungen. "Wenn ich an Deutschland in den nächsten 30 Jahre denke, denke ich, dass sich unsere Geschichte nicht wiederholen darf", so der frischgebackene RTL II-Reporter. "Dass wir schauen müssen, dass wir Fremdenfeindlichkeit und Alltagsrassismus bekämpfen und dass wir das bleiben, was Deutschland die letzten 30 Jahre stark gemacht hat. Wir sollten wieder Gutes tun und viel mehr über Gutes sprechen und nicht über individuelle Einzelfälle, die vielleicht sehr negativ sind."

Allerdings beeindruckte Hans Sarpei nach eigenem Bekunden auch die Aufgeschlossenheit vieler seiner Interview-Partner sehr. "Mich hat überrascht, wie offen die Menschen mit mir geredet haben", erzählt er im Rückblick. "Wie sie ihre Probleme geschildert haben, wie ehrlich sie waren, wie sie nachdenklich geworden sind, als ich mit ihnen diskutiert habe. Teils ein sehr glückliches Leben führen, obwohl sie vielleicht gar nicht so viel Geld haben, aber auf der anderen Seite auch, welche Benachteiligungen sie haben." Der beliebte Ex-Kicker sagt: "Was ich erkannt habe ist: Ja, die Menschen haben Vorurteile. Aber auch einfach Sorgen: Sorgen um die Zukunft."

Rupert Sommer

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