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Tiere

Eselfohlen erobert die Besucher-Herzen

Zuchterfolg in Lohberg: Dem Charme des Nachwuchses in der „Poitou-Familie“ kann im Bayerwald-Tierpark keiner widerstehen.
Von Maria Frisch

-Mama „Poulette“ ist stolz auf ihr Fohlen.  Foto: kfl
-Mama „Poulette“ ist stolz auf ihr Fohlen. Foto: kfl

Lohberg.Wenn Tiere einen Ausweis hätten, dann würde dort oft als Geburtsmonat Mai oder Juni stehen. Der junge Rasseesel im Bayerwald-Tierpark tanzt da etwas aus der Reihe. Er erblickte am 23. September das Licht der Welt, auf der er sich allem Anschein nach sehr wohl fühlt und ihn alle Besucher der Einrichtung sofort ins Herz geschlossen haben. „Das Mädchen ist ein Sonntagskind“, freut sich die zoologische Leiterin Claudia Schuh über den quirligen „Spätzunder“ in diesem Jahr, der völlig ohne Hilfe der Veterinärin oder Tierpfleger geboren wurde.

Das Eselfohlen entzückt alle Tierpark-Besucher. Foto: kfl
Das Eselfohlen entzückt alle Tierpark-Besucher. Foto: kfl

„Manchmal flitzt das Mädel wie ein kleiner Wirbelwind durch das Gehege. Ist das Kleine müde, liegt es schon mal ausgestreckt am Boden“, beschreibt sie die erfrischenden Szenen, die Tierfreunde von der Beplankung aus beobachten können. Die Nachrücker sind generell die Attraktion und die Hoffnung des Zoos und seiner Träger. Wer kann dem Charme der jungen Wilden schon widerstehen? Die Ausstrahlung der kleinen Racker zaubert wohl jedem ein Lächeln auf die Lippen. Fotoapparate und Handys werden reihenweise gezückt, um die Tierkinder für länger als nur einen Augenblick festzuhalten. Den großen Poitou-Esel mit seinem meist zotteligen Fell kennt man seit dem 10. Jahrhundert. Er wurde im Westen Frankreichs für die Feldarbeit und die Maultierzucht gehalten. Zwei Vertreter dieser Spezies, nämlich „Max“ und „Poulette“, leben seit 2011 im Tierpark als Gegentausch für den Elchbullen „Paul“. Nachdem es jahrelang nicht geklappt hat, konnte Claudia Schuh 2016 erstmals die frohe Kunde der Nachzucht vermelden. „Die beiden Langohren der gefährdeten Großeselrasse waren vor zwei Jahren erstmals Eltern geworden.“ Der Zögling wurde Lucia „getauft“ und bildet nun mit „Poulette“ und dem kleinen Fohlen ein „Dreimädelhaus“. Nachdem „Poulette“ trächtig geworden war, erkrankte „Max“ schwer und musste eingeschläfert werden.

Freizeit

Eine kleine Eselin sucht einen Namen

Nach fünf Jahren hat das Poitou-Paar „Max“ und „Poulette“ Nachwuchs bekommen. Eine große Freude für den Lohberger Tierpark.

Mit dem Wohnortwechsel der Tiere über Ländergrenzen hinweg ist stets jede Menge Bürokratie verbunden. Das war bei „Paul“ damals nicht anders wie bei dem Eselpaar. Nachdem die Transportpapiere komplett waren, durften „Max“ und „Poulette“ 2011 nach Deutschland einreisen. „Ihr herausragendes Merkmal ist das zottige Fell“, beschreibt die fachliche Leiterin ihre Riesen aus dem Nachbarland. Die langen Haare zu bürsten hat die achtjährige Dame nicht so gerne, wie die Veterinärin festgestellt hat. Die zottelige Spezies mit den Kuschelohren wird nicht geschoren, sondern behält ihren Rasta- Look. Poitou-Esel erreichen ein Stockmaß von 135 bis 155 Zentimeter. „Meistens stehen sie ganz dicht beieinander“, erzählt die Tierparkleiterin einiges über die Gewohnheiten.

Name ist gefragt

  • Erwünscht:

    Im Übrigen wäre der beliebte Bayerwald-Tierpark in Lohberg um Namensvorschläge für den weiblichen süßen Racker sehr dankbar.

  • Einreichen:

    Ideen sollen beim Bayerwald-Tierpark unter der Telefonnummer (0 99 43) 81 45 eingereicht werden.

  • Gewinnen:

    Wer gewinnt, erhält eine Familienkarte. (kfl)

Die Esel in Lohberg leben in einem Offenstall, können somit beliebig ins Freie wechseln, erhalten eine ausgewogene Ernährung und auch viele Streicheleinheiten der Tierparkbesucher.

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