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Ostermarkt

Frisch geschlüpfte Küken waren die Stars

Passend zum Osterwochenende konnte man bei den Geflügelzüchtern mit Kaninchen und Hühnchen auf Tuchfühlung gehen.
Von Martin Beck

Sally, der „Aufpasserhund“ von GZV-Vorstand Alfons Ettengruber, hatte immer ein wachsames Auge auf die frisch geschlüpften Küken. Foto: Martin Beck
Sally, der „Aufpasserhund“ von GZV-Vorstand Alfons Ettengruber, hatte immer ein wachsames Auge auf die frisch geschlüpften Küken. Foto: Martin Beck

Abensberg.Was kann es Schöneres geben, als wenn Kinder die Gelegenheit bekommen, Kaninchen oder Küken hautnah zu erleben und diese auch noch anzufassen? Dieses Erfolgsrezept ging auch am Ostermontag wieder für den Veranstalter auf. In die Räumlichkeiten des Geflügelzuchtvereins Abensberg hatte der Stammtisch „Haar und Feder“ eingeladen. Neben dem GZV Abensberg gehören dem Stammtisch noch die Abensberger Kaninchenzüchter B 630 und der Geflügelzuchtverein Schwaig an.

Es war dann auch ein ständiges Kommen und Gehen von Besuchern, in der Regel Kinder in Begleitung ihrer Eltern, die sich für die ausgestellten Tiere interessierten. So konnte man Kaninchen nicht nur ansehen, sondern auch das weiche Fell streicheln. Dabei erklärte 1. Vorstand Klaus Zeiler vom Kaninchenzuchtverein, was zum Beispiel Hasen und Kaninchen unterscheidet. Hasen sind sogenannte „Nestflüchter“ und werden bereits sehend geboren. Sie können also bereits kurz nach der Geburt das Nest verlassen. Kaninchen dagegen werden in einer Höhle blind geboren und öffnen ihre Augen erst nach rund zehn Tagen.

„Tiere sind kein Spielzeug“

Klaus Zeiler freut sich natürlich vor allem über die jungen Besucher, ist aber auch vorsichtig, wenn sich Besucher spontan zum Erwerb entschließen würden. „Man übernimmt damit schon auch Verantwortung und wir geben Tiere nur ab, wenn wir davon ausgehen können, dass sich die neuen Besitzer dessen bewusst sind“, so Zeiler. Vor allem vor Ostern steige die Nachfrage nach süßen Häschen, aber Tiere machen nun mal auch täglich Arbeit und sind kein Spielzeug.

Die Zuchtvereine

  • Wettbewerb:

    In Zuchtvereinen ist es interessant, sich mit anderen Züchtern zu messen. So können die Mitglieder bei Interesse mit ihren Tieren regelmäßig an den verschiedenen Schauen und Wettbewerben teilnehmen.

  • Handel:

    Bei diesen Veranstaltungen können Tiere veräußert oder Tiere mit „frischem Blut“ erworben werden. Die örtlichen Vereine sind die erste Anlaufstelle. (dmb)

Neben den Kaninchen konnten sich die Besucher auch Hühner, Tauben und Meerschweinchen ansehen. Ganz besonderes Interesse erzeugte der Stand vom Vorstand des Geflügelzuchtvereins Abensberg, Alfons Ettengruber. Hatte er doch frisch geschlüpfte Küken dabei, die jeder vorsichtig in die Hand nehmen konnte. Das gefiel natürlich den jungen Besuchern, die sich kaum mehr davon trennen konnten. Gleichzeitig konnte man sich über die Entwicklung von Küken im Ei informieren und Ettengruber hatte auch eine große Auswahl an verschiedensten Eier dabei, große, kleine und in verschiedenen Farben.

„Uns geht es wie vielen Vereinen, der Nachwuchs fehlt“

Alfons Ettengruber, Vorstand Geflügelzuchtverein Abensberg

Die Begeisterung bei den jungen Menschen wecken, ist auch ein besonderes Anliegen von Alfons Ettengruber. „Uns geht es wie vielen Vereinen, der Nachwuchs fehlt“, so Ettengruber. Auch deshalb habe man sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, mit mehreren gleichgesinnten Vereinen den Stammtisch „Haar und Feder“ zu gründen und gemeinsam diese Veranstaltung zu betreiben. Bei Interesse wären auch weitere Kleintierzuchtvereine willkommen.

Für die kleinen Besucher verteilte ein Osterhase kleine Geschenke und in einem Strohlager konnte man versteckte Ostereier suchen.

Auch aufwendige Drechslerarbeiten wurden angeboten und Renate Zeiler, die Frau des Vorstandes der Kaninchenzüchter zeigte selbst gemachte Tiere aus echtem Kaninchenfell. Renate Zeiler ist auch Vorsitzende der Handarbeits- und Kreativgruppe im Landesverband und plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen der Leistungsschauen. Dabei kann man die eigenen Tiere einer Jury zur Bewertung vorstellen und es können zum Beispiel schon ein paar andersfarbige Haare im Fell eines Kaninchens entscheidend sein.

Stärkung beim Frühschoppen

Wer von den vielen Tieren und den Informationen hungrig geworden war, konnte sich im vorderen Teil des Vereinsgebäudes bei Würsten und Kraut wieder stärken, wo auch der Frühschoppen der „Tauberer, Hehnerer und Haserer“ stattfand. Gleich daneben hatte die Jugendgruppe des Geflügelzuchtvereins Schwaig eine Bastelecke eingerichtet und informierte mittels Beamerschau über ihre eigene Jugendarbeit. Um die Förderung der jungen Vereinsmitglieder weiter zu stärken hatte man auch eine Tombola organisiert, deren Erlös eben dieser Jugendarbeit zu Gute kommt. Die Preise wurden von vielen örtlichen Sponsoren gerne bereitgestellt.

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