MyMz

Denkmalschutz

30000 Euro für das bauliche Erbe

Ein neuer Fonds fördert die Erhaltung alter Oberpfälzer Wohnhäuser. Jetzt wurde der erste Themenfonds vorgestellt.
Von Angelika Lukesch

Sie engagieren sich für den Denkmalschutz (von links): Axel Bartelt, Ulrich Rubenbauer, Veronika Eder, Alexander Freiherr von Hornstein, Dr.Tobias Appl. Foto: rudolf Himpsl
Sie engagieren sich für den Denkmalschutz (von links): Axel Bartelt, Ulrich Rubenbauer, Veronika Eder, Alexander Freiherr von Hornstein, Dr.Tobias Appl. Foto: rudolf Himpsl

Regensburg.Im November 2018 wurde die Stiftung Kulturerbe Bayern als zweites Standbein zusätzlich zum gleichnamigen, 2015 gegründeten Verein errichtet. Jetzt wurde im Thon-Dittmer-Palais der erste Themenfonds der Stiftung vorgestellt. Er wurde geschaffen, um der „Förderung von denkmalgeschützten Wohnhäusern in der Oberpfalz“ zu dienen. Der Themenfonds ist mit 30000 Euro ausgestattet.

Der Stifter Ulrich Rubenbauer ist vom Konzept des Vereins beziehungsweise der Stiftung Kulturerbe Bayern überzeugt: „Ich hoffe, einen besonderen und nachhaltigen Beitrag dazu zu leisten, die Kulturlandschaft der Oberpfalz auch für kommende Generationen zu bewahren“, sagte er bei der Präsentation des Themenfonds. Für Regierungspräsident Axel Bartelt ist der sorgsame Umgang mit dem historischen Erbe der Oberpfalz, vor allem mit den vielen Baudenkmälern, von großer Bedeutung: „Die Arbeit von Kulturerbe Bayern ist eine ausgezeichnete Ergänzung der staatlichen Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege“, sagt Bartelt. Für die gemeinschaftliche Bewahrung des gebauten und gewachsenen Erbes in Bayern seien Qualifikation, Engagement sowie Investitionsbereitschaft erforderlich. Die Initiative von Stifter Ulrich Rubenbauer ist für Bartelt „ein Glücksfall für die Denkmalpflege in der Oberpfalz, der Respekt und Anerkennung verdient.“ Die Bedeutung des Erhalts von alten Wohnhäusern und Ortsbildern liege laut dem Regierungspräsidenten auch darin, dass sie identitätsstiftend seien und die Bewohner an ihre Heimatorte bänden. Die Vorstandsmitglieder Veronika Eder und Alexander Freiherr von Hornstein, die den Stiftungsvertrag unterzeichneten, erklärten, dass es nur gemeinsam möglich sei, Kulturgüter der Oberpfalz zu bewahren. Auch Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl begrüßt die Arbeit von Kulturerbe Bayern und insbesondere den neuen Themenfonds, der Kulturdenkmäler in der Oberpfalz bewahren will: „Den Wert unserer Kulturlandschaft und Denkmäler zu vermitteln und diesen auch breit zu verankern, ist eine Aufgabe, der wir uns alle verpflichtet fühlen sollten.“ Appl hofft, dass das Thema Denkmalpflege noch mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Er freut sich besonders, dass sich ein Zustifter aus der Region für die Oberpfälzer Wohnhäuser einsetze. „An keinem Ort kristallisiert sich das Leben früherer Generationen so sehr wie in alten Wohnhäusern“, sagte der Bezirksheimatpfleger. Überdies finde in einer immer globaleren Welt eine Besinnung auf das Regionale statt, sagt Appl. „Hier spielt das bauliche und immaterielle Erbe eine sehr große Rolle.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht