MyMz

Finanzen

Alptraum für die deutschen Sparer

Die EZB plant, den größten Jackpot in der Eurozone anzubohren: Den deutschen Sparer und die solide wirtschaftenden Banken.
Marc Friedrich

Marc Friedrich  ist Querdenker, Redner, Honorarberater, Fondsinitiator und Bestsellerautor.
Marc Friedrich ist Querdenker, Redner, Honorarberater, Fondsinitiator und Bestsellerautor.

Frankfurt.Eine Einlagensicherung soll die Guthaben der Sparer schützen. Bisher hat jedes Land sein eigenes System. Doch die EZB arbeitet daran, die Grenzen aufzulösen. Müssen bald deutsche Sparkassen bei Pleiten spanischer Banken einspringen? Die EZB plant, den größten Jackpot in der Eurozone anzubohren – den deutschen Sparer und die deutschen solide wirtschaftenden Banken allen voran Volksbanken und Sparkassen. Edis heißt das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich ein Einlagensicherungssystem für die gesamte Eurozone, das die nationalen Einlagensicherungssysteme ablösen soll. Einlagensicherungssysteme garantieren im Fall einer Insolvenz einer Bank die Einlagen der Kunden.

Die EZB plant ein System einzurichten, das EU-weit bei einer Bankenkrise – welche in Anbetracht der maroden Banken Südeuropas mit Sicherheit kommen wird – das Geld der Sparer zu schützen. Wenn die Mittel erschöpft sind ist zu befürchten, dass dann die Steuerzahler für die Banken Europas haften müssen. Demgemäß stellt sich die Frage, wer tatsächlich geschützt werden soll und wer schlussendlich die Zeche bezahlen wird?

In der Bundesregierung und bei deutschen Banken stößt Edis auf große Skepsis, denn es ist davon auszugehen, dass solide wirtschaftende deutsche Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten.

Gegenwärtig sind laut EU-Regeln alle Bankguthaben bis zu 100 000 Euro gesetzlich garantiert. Sollte es zu einem Kollaps einer großen Bank in Europa kommen, wird man zügig feststellen, dass dies nicht realisierbar ist. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken warnt davor, dass Haftung und Risiko bei einer Zentralisierung des Sparerschutzes weit auseinanderfielen. In Europa haben sich mittlerweile marode Kredite von fast einer Billion Euro angesammelt. Helmut Schleweis vom Sparkassenverband bezeichnet EDIS sogar als einen „systematischen Griff in unsere Kassen“ zulasten der deutschen Sparer.

EDIS würde aufgrund der unterschiedlichen Stabilität der Bankensysteme auf eine massive Umverteilung innerhalb der Eurozone hinauslaufen: Die stabileren Bankensysteme Nordeuropas müssten für die schwächeren Südeuropas zahlen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht