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Militär

Atombomben ins Auge des Hurrikans?

Mit einer Äußerung über Atombomben im Einsatz gegen Wirbelstürme sorgte US-Präsident Trump für Wirbel. Jetzt dementierte er.

Donald Trump, Präsident der USA, will doch keine Atombomben gegen Hurricanes einsetzen. Foto: Michael Kappeler/dpa
Donald Trump, Präsident der USA, will doch keine Atombomben gegen Hurricanes einsetzen. Foto: Michael Kappeler/dpa

Washington.US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht zurückgewiesen, er habe vorgeschlagen, Hurrikans über dem Atlantik mit Atombomben zu stoppen. „Ich habe das nie gesagt. Einmal mehr FAKE NEWS!“, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Die US-Nachrichtenwebseite Axios hatte zuvor unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Teilnehmer eines Hurrikan-Briefings im Weißen Haus berichtet, Trump habe während dieses Treffens gesagt: „Ich hab’s, ich hab’s. Warum werfen wir keine Atombombe hinein?“ Denn die Wirbelstürme bildeten sich vor der Küste Afrikas und bewegten sich dann über den Atlantik. „Wir werfen eine Bombe ins Auge des Hurrikans und unterbrechen ihn. Warum können wir das nicht tun?“, wurden Trumps Worte wiedergegeben. Wann genau dieses Briefing stattgefunden hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

In einem Gespräch mit einem Regierungsbeamten soll Trump erneut vorgeschlagen haben, Wirbelstürme zu bombardieren, aber ohne das Wort „nuklear“ zu gebrauchen. Dies soll in einem Memorandum des Nationalen Sicherheitsrats aus dem Jahr 2017 festgehalten worden sein.

Trump machte die Bemerkungen dem Bericht zufolge in der Zeit zwischen seinem Amtsantritt am 20. Januar 2017 und dem Antritt von John Bolton als Nationaler Sicherheitsberater am 9. April 2018. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert von Anfang Juni bis Ende November.

Keine neue Idee

Die Idee, einen Hurrikan mit einer Atombombe zu zerstören, ist nicht neu. Sie geht dem Bericht zufolge auf die Amtszeit von Präsident Dwight D. Eisenhower (1953-1961) zurück. Obwohl Wissenschaftler von ihr überhaupt nichts halten, ist die Idee nicht totzukriegen.

USA

Trump will Deutschland besuchen

Seit seinem Amtsantritt war US-Präsident Donald Trump noch nicht zu einem bilateralen Besuch in der Bundesrepublik.

Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA versucht, mit solchen Mythen aufzuräumen: „Abgesehen von der Tatsache, dass dies den Sturm wohl nicht einmal beeinflussen würde, vernachlässigt dieser Ansatz, dass sich der freigesetzte radioaktive Fallout sehr schnell mit den Passatwinden fortbewegen und an Land verheerende Umweltprobleme schaffen würde“, schreiben die Wissenschaftler. (dpa)

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