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Abstimmung

Der Countdown für die U18-Wahl läuft


Von Maria Gruber, MZ

Ein PC-Gehäuse als Wahlurne? Bei der U18-Wahl ist das möglich. Am Freitag können Kinder und Jugendliche abstimmen – auch in der MZ. Foto: dpa

Der Countdown läuft: Wer derzeit die Zeitung aufschlägt, im Internet surft, Radio hört oder den Fernseher anknipst, kommt nicht daran vorbei: Es ist Wahlkampf – und der „Tag der Abrechnung“ naht. Die Politiker und Parteien werben für sich, was das Zeug hält – mit dem einen Ziel: Bei den Wahlen zu gewinnen. Wer schon 18 ist, gibt am 15. September bei der Landtagswahl und am 22. September bei der Bundestagswahl seine Stimme ab. Wer unter 18 ist, kann den Politikern per Stimmzettel am 13. September die Meinung sagen. An diesem Tag ist nämlich U18-Wahl, bei der Kinder und Jugendliche ihre Kreuzchen bei den Parteien oder Politikern machen können, die ihnen gefallen. Wahllokale gibt’s in der ganzen Region, unter anderem in allen Geschäftsstellen der Mittelbayerischen Zeitung. Also: Einfach vorbeischauen und mitmachen!

Das Wahlergebnis fließt zwar nicht in das der „echten“ Bundestagswahl ein, spannend dürfte es für die Politiker trotzdem sein, wenn sie erst einmal sehen, wofür sich Kinder und Jugendliche eigentlich interessieren. Immerhin sind die unter 18-Jährigen ihre Wähler von morgen. Und keine Angst: Jeder kann bei der U18-Wahl abstimmen. Wer denkt, er sei noch nicht gut genug informiert – kein Problem: Zum einen gibt es alles, was wichtig ist, auf der U18-Spezialseite der MZ im Internet nachzulesen. Zum anderen kann jeder, der möchte, am 13. September im Wahllokal noch einen Blick auf die Programme der Parteien werfen.

Planspiel am Mittwoch: Am Dienstag Anmeldeschluss

Alles zu trocken für dich? Dann schlüpf zwei Tage vor der U18-Wahl selbst in die Rolle eines Politikers und sei am 11. September beim U18-Planspiel dabei! Jugendliche ab 14 Jahren und Erstwähler erarbeiten am Mittwoch von 10 bis 17 Uhr im MZ-Verlagsgebäude ein Gesetz, bei dem es darum gehen soll, wie Migranten auf dem Arbeitsmarkt integriert werden können. Sie spielen die Rollen von Bundestagsabgeordneten, Bundesratsmitgliedern oder auch in von Ministern oder Lobby-Vertretern.

Und auch hier gilt: Keine Sorge – hier werden keine wissenschaftlichen Debatten geführt. Es geht vielmehr darum, sich auszutauschen, zu diskutieren, vielleicht auch zu streiten, und mitzubekommen, welche Aufgaben ein Politiker hat und wie er sich gegen Kontrahenten durchsetzt – oder auch nicht. Auch Anke Schmitt von „Valentum“, einer Regensburger Agentur für politische Kommunikation, die das Planspiel erarbeitet hat, sagt: „Für das Planspiel braucht man keine besonderen Vorkenntnisse.“ Bevor es losgeht, würden sie und ihre Kollegin genau erklären, was beim Planspiel zu tun ist. Was die Rollen dieses „politischen Theaters“ betrifft, ist Anke Schmitt überzeugt: „Da ist für jeden etwas dabei.“ Die Anmeldung zum Planspiel ist noch bis Dienstag, 16 Uhr, möglich per E-Mail (u18planspiel@valentum.de), telefonisch unter (0941) 69 65 12 82 oder im Internet.

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