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Ermittlungen zu Angriff auf „Alan Kurdi“

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet. Ende Oktober griffen libysche Milizen das Sea-Eye-Rettungsschiff an.

Lybische Schnellboote intervenierten Ende Oktober bei einer Rettungsaktion der „Alan Kurdi“. Sie drohten mit Maschinengewehren und feuerten Schüsse in die Luft und ins Wasser ab. Foto: Karsten Jäger/Sea Eye
Lybische Schnellboote intervenierten Ende Oktober bei einer Rettungsaktion der „Alan Kurdi“. Sie drohten mit Maschinengewehren und feuerten Schüsse in die Luft und ins Wasser ab. Foto: Karsten Jäger/Sea Eye

Regensburg, Hamburg, Berlin.Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Bundespolizei See beauftragt, Vorermittlungen einzuleiten, nachdem das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ Ende Oktober von libyschen Milizen angegriffen worden war. Wie Sea Eye am Freitag mitteilt, wurde der Verein darüber schriftlich benachrichtigt. Kapitänin Bärbel Beuse und weitere Crewmitglieder sollen demnach als Zeugen vernommen werden.

Der Vorfall ereignete sich am 26. Oktober während einer Rettungsaktion der „Alan Kurdi“. Laut Sea Eye sei die Menschen in Seenot und die Crew von Schnellbooten mit libyscher Kennung aus mit Maschinengeschützen bedroht worden. Auch Schüsse in die Luft und ins Wasser seien abgegeben worden.

Weiter führt Sea Eye in der Meldung an, dass das ARD-Magazin Monitor bei seinen Recherchen herausgefunden habe, dass die libyschen Kräfte zur sogenannten Seepolizei Zuwara gehörten. Diese werde von Europa beauftragt. Darüber hinaus Belege anderer Medien, dass diese Seepolizei von Frontex sowie von der italienischen Küstenwache ausgerüstet und ausgebildet werde.

„Wenn die deutsche Justiz gegen die libyschen Partner der eigenen Bundesregierung ermitteln muss, zeigt das, mit welchen zweifelhaften Partnern auf EU-Ebene versucht wird, die Flucht über das Mittelmeer um jeden Preis zu stoppen“, sagt Julian Pahlke, Sprecher von Sea Eye.

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