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Sonntag, 19. August 2018 32° 3

Telekommunikation

EU verhängt Rekordstrafe gegen Google

Das US-Unternehmen muss 4,3 Milliarden Euro wegen Missbrauchs zahlen. Der Konzern kündigte jetzt seinen Einspruch an.

Die Informationen zur Strafe hat die dpa aus informierten Kreisen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Die Informationen zur Strafe hat die dpa aus informierten Kreisen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Brüssel.Die EU wird den Internet-Konzern Google mit einer Rekordstrafe wegen seines mobilen Betriebssystems Android belegen. Die europäischen Wettbewerbshüter würden gegen den US-Konzern eine Geldbuße von 4,3 Milliarden Euro wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung verhängen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus EU-Kreisen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde die Entscheidung bei einer für 13 Uhr angesetzten Pressekonferenz verkünden.

Jetzt wurde bekannt, dass der US-Konzern Google Einspruch gegen die Rekordbuße der EU einlegt. „Wir werden gegen die Entscheidung der Kommission Berufung einlegen“, teilte ein Sprecher von Google am Mittwoch mit.

Android-Marktanteil weitaus höher als iOS

Android wird als Betriebssystem auf Handys und mobilen Geräten wie Tablets eingesetzt. Google stellt Android Geräteherstellern kostenlos zur Verfügung. Das Unternehmen soll dabei aber darauf gedrängt haben, ganze Gruppen von Google-Programmen und Apps wie Google Search, den Browser Chrome, Gmail, oder den Video-Kanal YouTube vorzuinstallieren. Zudem soll Google die Hersteller daran hindern, Smartphones mit anderen Betriebssystemen zu vertreiben.

Nach Angaben der Marktbeobachtungsstelle Gartner lag der Marktanteil von Android bei Smartphones im vergangenen Jahr bei 85,9 Prozent. Das Apple-Betriebssystem iOS kam demnach auf 14 Prozent.

Google toppt sich selbst

Das Bußgeld zu Android ist die höchste EU-Strafe in einem Verfahren wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Auch das bisherige Rekordbußgeld von 2,42 Milliarden Euro in diesem Bereich war gegen Google verhängt worden. Die EU-Kommission hatte im Juni 2017 befunden, dass Google Konkurrenten bei der Suche nach Online-Shopping benachteiligt. Der US-Konzern hat die Entscheidung angefochten. (afp)

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