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Fremdsprachen an der Kita

Jeder Mensch verfügt über die Anlage, viele Sprachen zu lernen. In Mehrsprachigkeit liegen Chancen, meint unsere Gastautorin.
Dr. Annette Lommel, Sprachexpertin

Dr. Annette Lommel ist Vorsitzende des Vereins fmks – frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V.
Dr. Annette Lommel ist Vorsitzende des Vereins fmks – frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V.

Wie geht das – frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen? Wie kann man Familiensprache(n) plus Deutsch plus Fremdsprachen kindgerecht erwerben? Zwei Drittel der Menschheit wächst mehrsprachig auf, nur ein Drittel einsprachig. Sollten zwei Drittel der Menschheit überfordert sein? Sicher nicht, aber wie gelingt Mehrsprachigkeit? Der fmks – frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V. – ist ein bundesweit agierender gemeinnütziger Verein. Er wurde in Kiel gegründet und feiert 2020 seinen 20. Geburtstag. Er setzt sich für alle Aspekte des frühen Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit ein. Dabei verbindet er die Forschung und die Praxis.

Der fmks bietet Informationen, Austauschmöglichkeiten, Beratung und Fortbildung für alle an pädagogischer Sprachbildung Beteiligten an. Dies umfasst pädagogische Fachkräfte ebenso wie Eltern oder Interessierte aus dem Bildungsmanagement und der Wissenschaft. Das „QITA-Kriterienhandbuch für den Bereich Sprache und Mehrsprachigkeit“ des fmks benennt Gelingensfaktoren für den mehrsprachigen Kita-Alltag und den Umgang mit kultureller Vielfalt. Sprache(n) optimal zu fördern ist das zentrale Ziel frühkindlicher Bildung. Viele Kinder haben andere Familiensprachen als die Umgebungssprache Deutsch. Ebenso wächst die Zahl der Eltern, die für ihre Kinder bewusst eine Kita suchen, die eine weitere Sprache gezielt fördert. Das „QITA-Kriterienhandbuch für den Bereich Sprache und Mehrsprachigkeit“ wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Beteiligt waren Experten aus der Kindheitspädagogik, den Sprachwissenschaften und pädagogische Fachkräfte aus mehrsprachigen Kitas unterschiedlicher Bundesländer mit unterschiedlichen Zielsprachen.

In Mehrsprachigkeit liegen große Chancen. Mehrsprachige Kinder sind kreativer und lernen flexibel zu denken. Auch suchen sie alternative Lösungen und haben einen größeren Wortschatz als einsprachige Kinder. Für die Gesellschaft bringt Mehrsprachigkeit viele Vorteile und ist in weiten Teilen abgesehen davon auch unabdingbar.

Die Außenansicht gibt die subjektive Meinung des Autors wieder und nicht unbedingt die der Redaktion.

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