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Politik
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Kriminalität

G20-Gewalt: Polizei veröffentlicht Fotos

Die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg sollen aufgeklärt werden. Die Polizei fahndet nach den mutmaßlichen Gewalttätern.

Bei der Pressekonferenz Soko „Schwarzer Block“ wurden Fotos zur Fahndung nach mutmaßlichen G20-Gewalttätern aufgehängt – unter anderem aufgeteilt in Tatkomplexen“ G20-Not Welcome!“ und „Plünderungen“. Insgesamt werden 104 Tatverdächtige mit Foto gesucht. Foto: Georg Wendt/dpa

Hamburg.Gut fünf Monate nach den G20-Krawallen in Hamburg fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt öffentlich nach mutmaßlichen Gewalttätern. Dazu wurden am Montag die Fotos von 104 Verdächtigen auf die Internetseite der Hamburger Polizei gestellt. Ihnen werden jeweils erhebliche Straftaten vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Michael Elsner erläuterte. In den meisten Fällen gehe es um gefährliche Körperverletzung, schweren Landfriedensbruch oder Brandstiftung. Amtsrichter hätten der öffentlichen Fahndung zugestimmt, sagte der Oberstaatsanwalt. Nach den Tatverdächtigen hatte die Polizei zuvor erfolglos gefahndet.

Die Polizei stellte zudem Videosequenzen auf ihre Seite, die das Ausmaß der Straftaten bei den Protesten gegen den G20-Gipfel Anfang Juli zeigen. Die Polizei schätzt, dass in den drei Tagen vom 6. bis zum 8. Juli 5000 bis 6000 Täter aktiv waren. Die Soko „Schwarzer Block“ habe bislang 3340 Ermittlungsvorgänge eingeleitet, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Bei mehreren Hundert Verfahren seien Beschuldigte bereits namentlich festgemacht worden. (dpa)

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