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Geldwäsche-Vorwürfe gegen Nunzio Scarano

Einen Finanzskandal hatte der Vatikan-Geistliche bereits 2013 ausgelöst. Jetzt gibt es neue Vorwürfe gegen Scarano wegen illegaler Geldgeschäfte.

Gegen den Vatikan-Geistlichen Scarano sind neue Vorwürfe laut geworden. Foto: dpa

Rom.Gegen den ranghohen Vatikan-Geistlichen Nunzio Scarano sind neue Geldwäsche-Vorwürfe laut geworden. Die italienische Finanzpolizei ermittelt wegen falscher Spenden in Millionenhöhe und eines neuen Geldwäsche-Verdachts gegen den früheren Rechnungsprüfer des Heiligen Stuhls. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag.

Gegen Scarano wurde ein neuer Antrag auf Hausarrest gestellt. Der Geistliche hatte im Juni vergangenen Jahres einen Skandal ausgelöst, als er versucht hatte, 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz nach Italien zu bringen.

Von den neuen Vorwürfen ebenfalls betroffen sind ein weiterer Geistlicher, der auch unter Hausarrest gestellt wurde, und ein Notar. Zudem stellten die italienischen Behörden ein Rechtshilfeersuchen an den Vatikan, um Scaranos Konten bei der skandalgeplagten Vatikanbank einzufrieren.

Die neue Entwicklung des Falls Scarano sei auch das Ergebnis der Zusammenarbeit des Vatikans mit den italienischen Behörden, hielt Vatikan-Sprecher Federico Lombardi fest. So habe der Vatikan auf alle bisherigen Rechtshilfeersuchen der italienischen Seite geantwortet. Im übrigen seien Scaranos Konten bei der Vatikanbank bereits seit Juli vergangenen Jahres eingefroren, erläuterte Lombardi.

Nach den ersten Vorwürfen im Juni wurde Scarano zunächst festgenommen und später in den Hausarrest entlassen. Anfang Dezember hatte in Rom ein Prozess gegen den Geistlichen wegen Korruptions- und Verleumdungsvorwürfen begonnen. Er soll einen Ex-Geheimdienstmitarbeiter damit beauftragt haben, das Geld nach Italien zu bringen – das Vorhaben scheiterte jedoch. (dpa)

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