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Dienstag, 14. August 2018 26° 6

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Globale Wasserkrise stoppen!

Weltweit haben derzeit rund 844 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das muss sich ändern.
Von Claudia Wirths

Claudia Wirths koordiniert für die Organisation Geschenke der Hoffnung das Wasserprojekt „Dreh den Hahn auf“.
Claudia Wirths koordiniert für die Organisation Geschenke der Hoffnung das Wasserprojekt „Dreh den Hahn auf“.

Regensburg.In dem kambodschanischen Dorf Prey Veng leben rund 530 Familien ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sie holen ihr Trinkwasser aus umliegenden Tümpeln, Kanälen und offenen Schachtbrunnen. Es ist trübes, verseuchtes Wasser, das schwere Krankheiten wie Durchfall, Cholera oder Typhus verursacht – doch eine Wahl haben die Menschen nicht.

Einer dieser Dorfbewohner ist Khu Yoeun. Eines Tages erkrankte er an Nierensteinen, kurz darauf wurde bei seiner Tochter Bauchtyphus diagnostiziert. Die Verordnung des Arztes: sauberes Trinkwasser.

Weltweit haben derzeit rund 844 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser (laut Welt-Gesundheitsorganisation WHO, Juli 2017). Alle 90 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von verunreinigtem Wasser. Um auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam zu machen, wird jährlich am 22. März der Weltwassertag begangen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Nature for Water“ und wirbt für die Wichtigkeit von naturbasierten Lösungen zur Bekämpfung des Wassermangels.

In Ländern wie Kambodscha, den Philippinen und Uganda setzen sich das Hilfswerk Geschenke der Hoffnung und seine Partnerorganisation Samaritan’s Purse seit Jahren erfolgreich für den Bau von Latrinen und die Installation von Bio-Sand-Wasserfiltern ein. Letztere funktionieren durch eine Mischung aus Sand- und Steinschichten – ein Mini-Ökosystem, das 99,5 Prozent aller Keime und Erreger abtötet. Ein Bio-Sand-Filter produziert bis zu einem Liter sauberes Wasser pro Minute und versorgt bis zu sechs Personen mit sauberem Trinkwasser. Damit die Wasserfilter und Latrinen einen langfristigen Nutzen haben, wird stark auf Nachhaltigkeit geachtet. So werden beispielsweise lokale Ressourcen und Materialien genutzt, einheimische Mitarbeiter werden in den Bau und die Wartung mit eingebunden. Im Rahmen sogenannter WASH-Programme (Wasser, Sanitär, Hygiene) werden Schulungen veranstaltet, um Einheimische für das Thema Hygiene und Wasserversorgung zu sensibilisieren.

So kann für Familien, wie die von Khu Yoeun, eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität gewährleistet werden. Eines von vielen wegweisenden Beispielen, wie wir die globale Wasserkrise lösen könnten.

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