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Johnson Favorit für Nachfolge von May

Der frühere britische Außenminister hat nach einer Umfrage die größten Chancen auf eine Nachfolge der Premierministerin.

Der damalige britische Außenminister Boris Johnson kommt im Herbst 2017 zu einer Kabinettssitzung in die Downing Street. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire
Der damalige britische Außenminister Boris Johnson kommt im Herbst 2017 zu einer Kabinettssitzung in die Downing Street. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire

London.39 Prozent der befragten Mitglieder der Konservativen Partei würden für Boris Johnson stimmen, berichtete die Zeitung „Times“ am Samstag, die die YouGov-Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Der Zweitplatzierte, der frühere Brexit-Minister Dominic Raab, kam nur auf 13 Prozent Zustimmung. Zahlreiche andere Politiker haben ihr Interesse an dem Posten entweder geäußert oder nicht dementiert.

Die britische Regierung ist wegen ihrer Brexit-Politik über einen Ausstieg aus der Europäischen Union in einer tiefen Krise. Die Premierministerin Theresa May steht massiv unter Druck. Parteikollegen werfen ihr vor, keinen guten Brexit-Vertrag mit Brüssel ausgehandelt zu haben.

Keine Einigkeit im Brexit-Streit

Der Vertrag ist schon drei Mal im Parlament gescheitert, weil Parteikollegen ihr die Gefolgschaft verweigerten. Sie hat gerade mit der Zusage, Anfang Juni einen Zeitplan für ihren Rücktritt vorzulegen, eine unmittelbare parteiinterne Revolte abgewendet.

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Die Gespräche der britischen Regierung und Opposition zu einem Brexit-Kompromiss sind gescheitert. Das sagte Jeremy Corbyn.

Neuwahlen theoretisch erst 2022

Es geht bei dem Rücktritt um den Vorsitz in der Partei. Allerdings ist in Großbritannien der Parteichef der Regierungspartei immer auch Regierungschef. Neuwahlen sind theoretisch erst 2022 fällig, aber die Regierungspartei kann jederzeit vorher Wahlen ausrufen.

Weil das Unterhaus Mays Brexit-Abkommen abgelehnt, aber gleichzeitig einen Austritt aus der EU ohne Vertrag zurückgewiesen hat, musste das ursprüngliche Austrittsdatum vom 29. Mai schon zwei Mal verschoben werden. Die Frist läuft jetzt bis 31. Oktober. Theresa May will das Abkommen nun Anfang Juni über den Umweg eines Gesetzgebungsverfahrens erneut den Abgeordneten vorlegen.

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