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Wirtschaft

Lernen von den Gründerinnen

Frauen sind als Unternehmerinnen immer noch unterrepräsentiert. Dabei sind sie oft erfolgreicher als die Männer.
Von Marco Altinger, Unternehmer

Marco Altinger, Unternehmer und Präsident des Werteorientierten Mittelstands Deutschland e.V. Foto: fiktion-plus.de
Marco Altinger, Unternehmer und Präsident des Werteorientierten Mittelstands Deutschland e.V. Foto: fiktion-plus.de

Regensburg.Frauen sind als Unternehmerinnen immer noch unterrepräsentiert, die Mehrheit der selbstständig Tätigen sind Männern. Dies hat mehrere Ursachen, so sind Frauen als Mütter oftmals stark in die Familie eingebunden und haben es schwer, sowohl Familie als auch zeitintensives Unternehmertum unter einen Hut zu bringen. Es ist aber auch ein gesellschaftliches Phänomen, Mädchen werden oftmals anders erzogen als Jungs. Während man bei Jungen ein gewisses Draufgängertum durchaus fördert, werden Mädchen eher zur Vorsicht ermahnt. Wir als Verband legen großen Wert darauf, dass auch mehr Frauen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Wenn Frauen nämlich einmal selbstständig sind, dann sind sie oftmals erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Dies mag daran liegen, dass Frauen beständiger bei der Sache sind und weniger risikoaffin also weniger finanzielle Risiken eingehen. Gleichzeitig sind sie im Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber oftmals sozialer und empathiefähiger als manche männlichen Kollegen. Dies bindet Mitarbeiter und motiviert.

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Um Frauen die Angst vor der Selbstständigkeit zu nehmen und Gründerinnen Hilfestellung zu leisten, hat der Bundesverband Werteorientierter Mittelstand e.V. (WEMID) nunmehr auch eine eigene Organisation „Frauen in WEMID“. Interessierte Gründerinnen können sich jederzeit melden und wir werden im Rahmen unserer Kapazitäten z. B. bei steuerlichen oder organisatorischen Fragen gerne helfen. Aber insgesamt brauchen wir in einer alternden Gesellschaft innovative Ideen und Frauen, die sich etwas trauen.

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Hier muss die Politik beginnen, althergebrachte Rollenbilder aufzubrechen. Frauen können in Männerberufen arbeiten, aber auch umgekehrt. Es soll nicht mehr ungewöhnlich sein, wenn eine Frau eine Autowerkstatt leitet oder ein Mann in der Kinderpflege arbeitet. Jeder Mensch soll entsprechend seinen Neigungen arbeiten können, ohne schief angeschaut zu werden. Dafür steht unser Verband mit seinen Werten, neben dem wirtschaftlichen Erfolg führt nämlich auch ein soziales Miteinander zum Erfolg. Frauen legen Streit oft anders bei als Männer, sie diskutieren das Problem und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. Mancher Mann könnte auch von den Frauen etwas lernen, nicht umsonst sind gemischte Teams in der Arbeitswelt am erfolgreichsten.

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