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Bilanz

Mühlbauer sieht schwierige Zeiten

2018 war für die Rodinger Weltfirma ein Erfolgsjahr.
Von Christoph Klöckner

Konzernchef Josef Mühlbauer rechnet mit schwierigen Zeiten, die da kommen. Foto: Christoph Klöckner
Konzernchef Josef Mühlbauer rechnet mit schwierigen Zeiten, die da kommen. Foto: Christoph Klöckner

Roding.Das Geschäftsjahr 2018 hat sich für die Mühlbauer Holding AG anders entwickelt, als von ihm selbst erwartet: Statt Umsatz- und Gewinneinbruch konnte Konzernchef Josef Mühlbauer am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Roding (Landkreis Cham) beste Zahlen verkünden.

Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte der Konzern den Umsatz von 266 Millionen 2017 auf 275 Millionen Euro, der Gewinn stieg von 27,1 gar auf 44,5 Millionen Euro. 2018 habe er sich noch gefragt, ob überhaupt eine Dividende möglich sei – nun zahle man wie in den Vorjahren 1,50 Euro je Aktie, so der Rodinger Unternehmer. Für das laufende Geschäftsjahr verbreitete Mühlbauer wenig Optimismus. Den Umsatz von 2018 zu erreichen, werde schwer, „das Ergebnis wird nicht zu halten sein“, sagte Josef Mühlbauer. Die gesetzten Ziele seien im ersten Halbjahr 2019 in Teilbereichen nicht erreicht worden. Der Abwärtstrend bei der Automobilindustrie und dem Maschinenbau sei deutlich spürbar geworden.

Seit der Gründung 1981 durch Josef Mühlbauer hat sich die Mühlbauer Gruppe aus der Kleinstadt Roding heraus zu einem globalen Technologiepartner entwickelt für die Bereiche Smart Card, ePassport, RFID-Smart Label und flexible Solarzellen und vieles mehr. Die Mühlbauer AG liefert heute von Einzelteilen über Maschinen bis zu fertigen Fabriken alles. 3500 Mitarbeiter weltweit erwirtschafteten an 35 Standorten den Millionenumsatz.

Der Erfolg, so Josef Mühlbauer, sei auch ein Ergebnis der Oberpfälzer Mentalität. Das bedeute, dass die Mühlbauer AG ein bodenständiges Unternehmen sei, das nicht durch Sprüche glänze, sondern demütig und verhalten der immer gefährlicher werdenden Welt entgegentrete. Deshalb wies er auch die Forderung eines Aktionärsvertreters zurück, aufgrund der Zahlen die Dividende anzuheben: „Für die gefährliche Welt brauchen wir Reserven!“ Der Firmenchef kündigte an, in den kommenden Zeiten der Wirtschaftsflaute groß investieren zu wollen – in fünf Jahren sollen 100 Millionen für die weltweite Infrastruktur des Unternehmens ausgegeben werden. Auch wenn die Zeiten schwieriger würden – vor allem die Chinesen seien Hauptgegner auf dem Markt – sei das Unternehmen dank der breiten Aufstellung gut gewappnet für die Zukunft. Gleichzeitig kündigte er an, den Konzern in den nächsten Monaten wieder fitter machen zu wollen: „Auch wir sind bequemer geworden!“ Auf dem Erreichten könne man sich nicht ausruhen – der Markt werde immer umkämpfter und schneller.

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