MyMz

Migration

Open Arms: Migranten sollen nach Spanien

Italien will die auf dem Schiff festsitzenden Migranten nach Spanien bringen – wenn der Open Arms die Flagge entzogen wird.

Ein Schiff der italienischen Guardia di Finanza neben dem Rettungsschiff „Open Arms“ vor der Küste Lampedusas. Foto: Salvatore Cavalli/AP
Ein Schiff der italienischen Guardia di Finanza neben dem Rettungsschiff „Open Arms“ vor der Küste Lampedusas. Foto: Salvatore Cavalli/AP

Rom.Die italienische Regierung will die Migranten vom Rettungsschiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mit der Küstenwache nach Spanien zu bringen.

Im Gegenzug müsse sich die Regierung in Madrid allerdings zuerst bereiterklären, dem Schiff „Open Arms“ sofort die spanische Flagge zu entziehen, erklärte Verkehrsminister Danilo Toninelli am Montagabend. „Wir sind bereit, mit unserer Küstenwache alle Migranten, die an Bord der "Open Arms" sind, in den spanischen Hafen zu bringen, der uns zugewiesen wird.“

Hilfsorganisation hält Fahrt nach Spanien für nicht machbar

Die „Open Arms“ wartet vor der Küste Lampedusas auf eine Lösung für die 107 Migranten an Bord. Foto: Salvatore Cavalli/AP
Die „Open Arms“ wartet vor der Küste Lampedusas auf eine Lösung für die 107 Migranten an Bord. Foto: Salvatore Cavalli/AP

Die Regierung in Madrid hatte dem Schiff, das seit knapp 20 Tagen auf dem Mittelmeer blockiert ist, den nächstgelegenen spanischen Hafen angeboten. Das wären die Baleareninseln Menorca und Mallorca. Allerdings hielt die Hilfsorganisation die tagelange Fahrt quer über das Mittelmeer für nicht machbar. „Wir können keine Reise von 600 Meilen (3 Tagen) antreten in dem Zustand, in dem wir uns befinden“, twitterte der Chef Oscar Camps. Psychologen hätten nicht nur davon abgeraten, sondern seien dagegen.

Noch 98 Migranten an Bord

Eine Mitarbeiterin des italienischen Gesundheitsministeriums fotografiert die Zustände an Deck des Rettungsschiffes „Open Arms“. Foto: Francisco Gentico/AP
Eine Mitarbeiterin des italienischen Gesundheitsministeriums fotografiert die Zustände an Deck des Rettungsschiffes „Open Arms“. Foto: Francisco Gentico/AP

Derweil wurden nach Angaben der Organisation neun weitere Menschen mit gesundheitlichen Problemen von Bord gebracht. Damit wären noch 98 Migranten an Bord, die Proactiva Open Arms auf dem Mittelmeer gerettet hatte.

Die „Open Arms“ befindet sich seit Tagen in unmittelbarer Nähe der italienischen Insel Lampedusa, darf wegen der harten Haltung des rechten Innenministers Matteo Salvini die Menschen aber nicht an Land bringen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht