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Organspende rettet Leben

Schwerstkranken Menschen kann mangels Oganspendern nicht geholfen werden. Eine Gesetzänderung würde Abhilfe schaffen.
Peter Schlauderer, Organspende-Befürworter

Wir leben in einem christlich geprägten Land, das sich in seiner Geschichte noch nie so für kranke, behinderte und sozial benachteiligte Menschen einsetzte wie heute. Aus diesem Grund kann man es nicht verstehen, dass sich die großen Kirchen, der Ethikrat und die Deutsche Stiftung Patientenschutz gegen den Vorschlag von Jens Spahn und Dr. Karl Lauterbach zur Einführung der Widerspruchsregelung aussprechen. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, eines der bekanntesten Erzählungen Jesu aus der Bibel, Lukas Kapitel zehn, Verse 25-37, gilt als Appell zur tätigen Nächstenliebe. Dieses Gleichnis mag 2000 Jahre alt sein, aber Jesus sprach von einem Menschen, der in Not war und forderte damals sowie auch heute auf, genauso zu handeln.

Organmangel tötet Kranke

Tausende Menschen stehen auf der Warteliste für eine Transplantation, drei davon sterben täglich. Weitere drei fallen von der Liste, da sie zu krank für eine Transplantation sind – sie sterben auch. Auch wenn die Gegner der Widerspruchsregelung es nicht hören möchten: Diese Patienten sterben nicht nur an ihren Krankheiten, sondern auch aufgrund des herrschenden Organmangels.

Wo ist sie nun, die Liebe zum Nächsten? Haben wir diese verlernt oder aufgegeben? Kann man es unseren Bürgern nun wirklich nicht zumuten, sich mit dem Thema Organspende zu befassen? Ist es mit unserem Ethos zu vereinbaren, dass das nicht befassen wollen mehr wiegt als die Solidarität mit schwerstkranken Menschen?

Spenderzahl sinkt weiter

Trotz vieler teurer Aufklärungsversuche der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und der Krankenkassen ist die Anzahl der gespendeten Organe seit Jahren auf einen katastrophalen Tiefststand gesunken. Um diesen Zustand zu beheben, sollte unsere Politik dem Beispiel anderer europäischer Länder, welche die Widerspruchsregelung per Gesetz eingeführt haben, folgen. Dies würde sich mit dem Gesetzesentwurf von Jens Spahn und Dr. Karl Lauterbach ändern.

Um mit den Worten der Bibel zu schließen: „Alles was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie!“ (Matthäus, Kapitel sieben, Vers zwölf). Dieser Satz wird als „Die goldene Regel“ nicht nur im Christentum, sondern auch in anderen Religionen verstanden. Deshalb müssen wir uns fragen: Wollen wir ein weiter so für Menschen in Not, oder wollen wir die Liebe zum Nächsten nach dem eigenen Tod?

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