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Bildung

Pakt für Bildung und Forschung

Der aktuelle Sachstand zum Nachfolgeprogramm des Hochschulpaktes stand im Zentrum eines Fachforums.
Von Elisabeth Angenvoort

Staatssekretär Dr. Michael Meister, MdB Peter Aumer, Prof. Dr. Udo Hebel (Universität Regensburg), Prof. Dr. Wolfgang Baier (OTH Regensburg) und Prof. Dr. Stefan Baier (HfKM Regensburg), von links  Foto: Elisabeth Angenvoort
Staatssekretär Dr. Michael Meister, MdB Peter Aumer, Prof. Dr. Udo Hebel (Universität Regensburg), Prof. Dr. Wolfgang Baier (OTH Regensburg) und Prof. Dr. Stefan Baier (HfKM Regensburg), von links Foto: Elisabeth Angenvoort

Regensburg.Die Zukunft des Hochschulpaktes (HP) war Thema des Fachforums an der OTH Regensburg. Es sei ihm wichtig gewesen, die gesamte Spitze der Regensburger Hochschulen an einen Tisch zu bringen, sagte MdB Peter Aumer in seiner Begrüßung. Dieser Einladung waren sie gefolgt, die Präsidenten der Universität sowie der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg: Professor Dr. Udo Hebel und Professor Dr. Wolfgang Baier, und der Präsident der Hochschule für Kirchenmusik Regensburg (HfKM) Professor Dr. Stefan Baier, um sich mit Dr. Michael Meister, dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über die bildungspolitischen Ansprüche der Region vor dem Hintergrund des „HP 2030“ auszutauschen.

„Epochale Revolution“ diskutiert

In einer Zeit, da „fast epochale Revolutionen diskutiert werden“, sei es notwendig, langfristig gut mit den Fördergeldern zu arbeiten, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sagte Aumer. Mit einer kurzen Retrospektive stieg Meister in die Thematik ein: aus dem Privileg weniger junger Menschen, die in den 60er Jahren studierten, sei gegenwärtig die Zahl von drei Millionen Studierenden in Deutschland geworden. Dieser quantitativ „gewaltigen Entwicklung“ stehe die Frage nach der Qualität von Bildung gegenüber. Gute Lehre brauche Innovation, Flexibilität und Digitalisierung sowie eine stärkere Vernetzung der Hochschulen, betonte Meister.

Zukunftsvertrag

  • Zeitrahmen:

    Von 2021 bis 2023 will der Bund jährlich Studium und Lehre mit 1,88 Milliarden Euro unterstützen. Ab 2024 soll die Summe auf 2,05 Milliarden Euro steigen. Die Länder steuern jeweils dieselbe Summe bei.

  • Vereinbarung:

    Zusätzlich sollen die Mittel für die außeruniversitäre Forschung bis 2030 jährlich um drei Prozent steigen.

Insofern sei die Einigung auf den neuen HP im Frühjahr 2019 ein „großartiger Erfolg“. Hebel begrüßte ausdrücklich die Fokussierung auf die Qualität von Bildung und Forschung innerhalb einer längeren „Zeithorizontschiene“. Dennoch müsse im internationalen Vergleich „noch nachgelegt“ werden. Baier schloss sich dem an: entscheidend hierfür sei die Dauerhaftigkeit der Förderung durch den Bund. Baier verwies auf die Sonderstellung der HfKM als „staatlich anerkannte kirchliche Hochschule“: die Art der Antragstellung auf Förderung sei hier „ein Ding der Unmöglichkeit“.

Wachsende Bürokratisierung

Die Problematik der wachsenden Bürokratisierung, welche alle Bereiche letztlich demotivierend „überlagere“, brachte auch Hebel in der anschließenden Diskussion mit den Hörern zur Sprache. Man müsse weg kommen von den „permanenten Ausschreibungen, die so viel Energie fressen und schädlich sind für die Arbeit, die geleistet wird“, stimmte Baier zu. Wenn man gemeinsam die gegebenen Möglichkeiten nutze, sei „durchaus ein bisschen Quantensprung drin“. Aumer ergänzte, Tradition und Fortschritt sei schließlich das, „was uns in Bayern ausmacht“.

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