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Plasmaspender gesucht

Jeder Mensch sollte sich damit auseinandersetzen, ob nicht auch er zum Lebensretter werden will, findet unsere Gastautorin.
Gabriele Gründl, Vorsitzende der dsai e.V.

Gabriele Gründl ist Bundesvorsitzende der dsai e.V. sowie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
Gabriele Gründl ist Bundesvorsitzende der dsai e.V. sowie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Blutplasma ist für unsere Mitglieder und andere chronisch kranke Menschen das Lebenselixier. Und auch Unfallopfer oder Hämophilie-Patienten, sogenannte „Bluter“, sind davon abhängig, dass gesunde Menschen für sie spenden. Die Betroffenen benötigen Therapeutika, die aus dem Blutplasma gesunder Spender gewonnen werden. Ohne diese lebensrettende Therapie, zum Beispiel mit Immunglobulinen, würden viele dieser Patienten sterben. Wer Blutplasma spendet, wird somit automatisch zum Lebensretter. Fest steht, dass der Bedarf an Blutplasma von Jahr zu Jahr steigt, die Zahl der Plasmaspender jedoch stetig zurückgeht. Wir müssen bereits jetzt etwas tun, um größere Plasma-Engpässe in Zukunft zu vermeiden.

Die Dunkelziffer der nicht diagnostizierten Kinder und Erwachsenen, die an einem angeborenen Immundefekt leiden, ist sehr hoch. Expertenschätzungen zufolge sind in Deutschland bis zu 100 000 Menschen betroffen. Wenn wir wie bisher durch unsere Aufklärungsarbeit die Diagnoserate kontinuierlich steigern, werden in absehbarer Zeit noch mehr Patienten auf Blutplasma angewiesen sein. Wir müssen einem Blutplasma-Notstand gemeinsam dringend vorbeugen! Werden auch Sie zum Lebensretter! Jede Spende zählt! Plasmazentren gibt es in ganz Deutschland und mit relativ geringem (Zeit-)Aufwand erzielen Sie eine Wirkung, die größer nicht sein könnte: ein gerettetes Leben. Eine Plasmaspende belastet den Körper weniger als die klassische Blutspende. Denn im Unterschied zur Blutspende trennt ein spezielles medizinisches Gerät das Blutplasma von den Blutzellen, letztere werden dem Körper wieder zugeführt. Innerhalb kurzer Zeit hat der Organismus alle Bestandteile des entnommenen Plasmas wieder aufgebaut. Plasma kann daher auch weitaus häufiger gespendet werden als Blut, bis zu 60 Mal im Jahr sind möglich.

Jeder gesunde Mensch ab 18 sollte sich damit auseinandersetzen, ob nicht auch er zum Lebensretter werden und zur Plasmaspende gehen will. Schließlich könnte auch er einmal auf solche Medikamente oder als Unfallopfer auf Fremdplasma angewiesen sein. Jeder Einzelne von uns kann außerordentlich viel Gutes tun. Detaillierte Informationen zur Plasmaspende sowie zu den Standorten der Plasmazentren bundesweit gibt es auf der Website unter www.dsai.de.

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