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Besuch

Sicherheit für die Welt, made in Regensburg

Innenminister Hans-Peter Friedrich besucht den Regensburger IT-Speicher und Dallmeier Electronic – und betont dabei die Wichtigkeit von IT-Sicherheit.

Hans-Peter Friedrich im IT-SpeicherFoto: Lex

Regensburg.Es war Zufall, dass Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) genau an dem Tag in Regensburg war, als das Parlamentarische Kontrollgremium erneut Details über die Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Geheimdiensten erfahren wollte. Ein besonderer Zufall deswegen, weil Friedrich sich bei seinem Besuch über Innovationen im Bereich der IT-Sicherheit und der Überwachung mit Videokameras informieren wollte. Die NSA-Affäre sei zwar eine „ganz andere Baustelle“, sagte der Innenminister. Aber sie habe die Aufmerksamkeit beim Thema Sicherheit erhöht. Und das sei gut und wichtig, denn bei aller Dynamik im IT-Bereich werde die Sicherheit oft zu sehr vernachlässigt.

„Ich wollte dem Innenminister einen Bereich vorstellen, in dem Regensburg führend in Deutschland ist“, sagte CSU-Bundestagskandidat Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, der den Innenminister eingeladen hatte. Dallmeier Electronic in Regensburg hat mit der Panomera eine Kamera entwickelt, mit der es möglich ist, große Areale wie Flughäfen, Häfen, Parkplätze und Autobahnen zu überwachen. Dabei können Details in bislang nicht erreichter Schärfe gezoomt werden, was die Technik ideal macht zur Überwachung von Fußballspielen. In der Münchner Allianz Arena etwa sorgt Dallmeier für Sicherheit, aber auch in den Arenen in Köln, Berlin, Leverkusen, Dortmund und Mönchengladbach.

Was die Technik leisten kann, bekam der Minister, der bekennender Fußballfreund ist, in einem Film präsentiert, in dem ein Fan in der Menge ein bengalisches Feuer entzündet. Der Mann konnte dank der neuen Kameratechnik erkannt werden – obwohl das Bild aus einem Panoramavideo herausgezoomt wurde.

Zuvor hatte sich Friedrich im Regensburger IT-Speicher einen Überblick über Innovationen im Bereich IT-Sicherheit verschaffen können, und die sieht er als zentrale Aufgabe, auch für kleine und mittlere Unternehmen, die dem Thema oft noch viel zu selten ihre Aufmerksamkeit widmeten. Denn: „Alle Firmen werden angegriffen“, sagte Friedrich. Selbst die Bundesbehörden verzeichneten im Schnitt pro Tag fünf gezielte Angriffe, wie der Innenminister sagte. Es gelte, vor allem „kritische Infrastruktur“ zu schützen, also Stromversorger, Banken und Logistik. In Simulationen habe sich gezeigt, dass auch in Europa nach spätestens sieben Tagen ohne Strom Bürgerkrieg herrschen würde. (kc)

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