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Tiere brauchen unsere Hilfe

Zoos und Tiergärten kämpfen in der Corona-Krise mit finanziellen Einbußen. Die Ausgaben für Futter und Tierpflege sind enorm.
Von Bianca Ebeler, Tierexpertin

Bianca Ebeler Foto: Robert Eisenberg
Bianca Ebeler Foto: Robert Eisenberg

Die aktuelle, sehr angespannte Lage vieler zoologischer Einrichtungen Deutschlands, bedingt durch die Corona-Pandemie, geht auch an uns, dem Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) nicht spurlos vorüber. Mit großer Kreativität wird darum zu Spenden aufgerufen, um zum finanziellen Support des jeweiligen Zoos beizutragen. Die Bereitschaft zu spenden ist zwar ungebrochen, dennoch decken derartige Einnahmen nur einen kleinen Teil der laufenden Kosten, denn die Zoos und Tierparks haben alle mit enormen finanziellen Einbußen zu kämpfen!

Ohne die gewohnten Einnahmen arbeiten die zoologischen Betriebe momentan mit entsprechend hohen Ausgaben weiter, denn der Betrieb kann nicht ohne weiteres eingestellt und Tiere müssen nach wie vor gefüttert und gepflegt werden. Diese Situation verdeutlicht, wie wichtig ein Soforthilfe-Programm und die Unterstützung seitens der Politik wäre.

Uns als Zootierpfleger schmerzt es natürlich mehr als alle anderen, zu wissen, in welcher bedrohlichen Lage sich unsere Schützlinge durch die Corona-Krise befinden! Wir begleiten unsere Tiere nicht selten von Geburt oder dem Schlupf an, weshalb wir Tierpfleger alles daran setzen werden, unsere Pfleglinge auch weiterhin bestmöglich zu versorgen.

Eltern sind auch als Zoobeschäftigte plötzlich vor ungeahnte Probleme gestellt und können im Zweifelsfall ihre Betriebe und Kollegen nicht unterstützen. Viele Betriebe haben zudem ihre Organisation umgestellt, beschäftigen ihre Zootierpfleger z. B. in voneinander getrennten Teams und Schichten, um Infektionswege zu vermeiden, oder haben auch Kurzarbeit beantragen müssen. Zudem sind für unsere Futterküchen teils die Preise für eine Vielzahl der Lebensmittel gestiegen, da der Handel und Einkauf von Futtermitteln stellenweise erschwert ist und nicht alles wie üblich bezogen werden kann.

Aber: Wir ziehen alle an einem Strang, um unsere Pfleglinge optimal zu versorgen! Die Arbeit unseres Berufsverbandes hat gezeigt, dass wir nicht nur ein großes Netzwerk sind, das sich beispielsweise zur Weiterbildung austauscht und die Ausbildung der Azubis vorantreibt, sondern dass wir vor allem eine große Familie sind, die ihren Job als Berufung sieht und ihn tagtäglich mit viel Herzblut ausübt! Erst recht in diesen Zeiten!

Die Außenansicht gibt die subjektive Meinung des Autors wieder und nicht unbedingt die der Redaktion.

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