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Regensburg

Unternehmen der Region schlagen Alarm

Der Großraum Regensburg erstickt im Verkehr. Fast 1000 Firmen zeichnen in Umfrage düsteres Bild der wirtschaftlichen Zukunft.
Von Bernhard Fleischmann und Andreas Maciejewski

Unternehmen beklagen die Verkehrssituation rund um Regensburg: Foto: altrofoto.de
Unternehmen beklagen die Verkehrssituation rund um Regensburg: Foto: altrofoto.de

Regensburg.Unternehmen aus dem Großraum Regensburg machen sich große Sorgen über die Verkehrssituation in der Region. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg und der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz hervor, an der sich 932 Firmen beteiligt haben. So sehen etwa zwei Drittel die aktuelle Verkehrssituation als ein „großes“ oder sogar „sehr großes“ Problem an.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg, Dr. Jürgen Helmes, sieht in den Zahlen ein „Alarmsignal“, welches er der Politik vermitteln möchte. Die Wirtschaftsverbände sehen sich in der Pflicht, auf Missstände hinzuweisen. IHK und Handwerkskammer würden gerne zusammen mit der Politik zukunftsorientierte Maßnahmen erarbeiten. „Das soll keine Gegenbewegung sein, man muss gemeinsam Lösungen finden“, so Helmes.

Wandern Unternehmen aus Regensburg ab?

Die Umfrage zeigt auf, inwiefern Unternehmen aus der Region mit der Verkehrssituation zu kämpfen haben. Durch die Überlastung komme es häufig zu „erheblichen Verzögerungen“, so der Präsident der Handwerkskammer, Dr. Georg Haber. Er gibt zu bedenken: „Handwerker verdienen ihr Geld nicht im Stau.“ Die beiden Wirtschaftsverbände befürchten sogar, dass aufgrund der angespannten Verkehrssituation Unternehmen aus der Region abwandern könnten.

Von links: Dr. Jürgen Helmes (Hauptgeschäftsführer IHK Regensburg), Michael Matt (Präsident IHK), Prof. Dr. Edgar Feichtner (Marktforschung mafotools), Dr. Georg Haber (Präsident Handwerkskammer) und Jürgen Kilger (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer) stellen die Studie vor.
Von links: Dr. Jürgen Helmes (Hauptgeschäftsführer IHK Regensburg), Michael Matt (Präsident IHK), Prof. Dr. Edgar Feichtner (Marktforschung mafotools), Dr. Georg Haber (Präsident Handwerkskammer) und Jürgen Kilger (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer) stellen die Studie vor.

Um den Verkehr zu entlasten, setzen die Unternehmen auf eine Kombination aus alternativen Mobilitätsformen. Die häufigsten Antworten lauten: Ausbau der Radwege, kostenloser öffentlicher Personennahverkehr sowie eine Stadtbahn mit Schienenverbindung in den Landkreis. Das sei dringend nötig angesichts 80 000 Menschen, die täglich aus dem Umland nach Regensburg sowie weiteren 20 000, die aus der Stadt aufs Land zur Arbeit pendeln, heißt es in der Studie.


Sorge vor Verkehrsinfarkt in Regensburg

Die Zeit drängt jedenfalls aus Sicht der beiden Wirtschaftsverbände. Denn die Studie zeichnet aufgrund der Verkehrssituation ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Zukunft des Großraum Regensburgs. Die Hälfte der Unternehmen rechnet damit, dass sich die Verkehrsproblematik in den kommenden fünf Jahren sogar weiter verschärfen wird - wenn sich nicht bald etwas ändert.

Im Newsblog können Sie den Verlauf der Pressekonferenz nachlesen:

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