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Politik
Montag, 18. Juni 2018 26° 2

Wahl

Venezuela: Maduro im Amt bestätigt

Nicolás Maduros Vorsprung vor Oppositionskandidat Falcón ist groß. Der will die Abstimmung aber nicht akzeptieren.

Nicolas Maduro (2.v.l), Präsident von Venezuela, steht neben seiner Frau Cilia Flores (2.v.r) während einer Veranstaltung im Rahmen der Präsidentenwahl, nachdem das Wahlamt seine Wiederwahl bestätigt hat. Der venezolanische Amtsinhaber Nicolás Maduro hat die umstrittene Präsidentenwahl nach vorläufigem Ergebnis wie erwartet mit großem Abstand gewonnen. Maduro habe rund 5,8 Millionen Stimmen erhalten, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes bekannt gab. Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa
Nicolas Maduro (2.v.l), Präsident von Venezuela, steht neben seiner Frau Cilia Flores (2.v.r) während einer Veranstaltung im Rahmen der Präsidentenwahl, nachdem das Wahlamt seine Wiederwahl bestätigt hat. Der venezolanische Amtsinhaber Nicolás Maduro hat die umstrittene Präsidentenwahl nach vorläufigem Ergebnis wie erwartet mit großem Abstand gewonnen. Maduro habe rund 5,8 Millionen Stimmen erhalten, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes bekannt gab. Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa

Caracas.Amtsinhaber Nicolás Maduro ist wie erwartet zum Sieger der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Venezuela erklärt worden. Maduro habe rund 5,8 Millionen Stimmen erhalten, wie die Präsidentin des Wahlamts des südamerikanischen Landes, Tibisay Lucena, am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt gab. Auf Oppositionskandidat Henri Falcón entfielen demnach 1,8 Millionen Stimmen.

Der evangelikale Prediger Javier Bertucci kam auf rund 925 000 Stimmen. Falcón hatte zuvor bereits erklärt, die Wahl nicht anzuerkennen und forderte Neuwahlen. Maduro lag nach Angaben des Wahlamts mit 68 Prozent der Stimmen weit vor Falcón, der nur 21 Prozent erhielt. Die Wahlbeteiligung habe bei 46 Prozent gelegen, sagte Lucena.


Maduro will Venezuela zum Wohlstand führen

Der Oppositionskandidat Henri Falcon (M) wird nach seiner Stimmabgabe von Anhängern begleitet. Der sozialistische Amtsinhaber Maduro warf Falcon vor, er wolle das südamerikanische Land dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ausliefern. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Foto: Juan Carlos Hernandez/AP/dpa
Der Oppositionskandidat Henri Falcon (M) wird nach seiner Stimmabgabe von Anhängern begleitet. Der sozialistische Amtsinhaber Maduro warf Falcon vor, er wolle das südamerikanische Land dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ausliefern. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Foto: Juan Carlos Hernandez/AP/dpa

Der Frieden und die Demokratie hätten an diesem historischen Tag des Vaterlands triumphiert, schrieb Maduro nach der Bekanntgabe des Ergebnisses auf Twitter. Das Volk solle gemeinsam diesen Neustart feiern, der den Staat zu Wohlstand führe. Zudem sprach Maduro laut der venezolanischen Nachrichtenagentur von einem neuen Rekord: Noch nie habe ein Kandidat mit 47 Prozentpunkten Vorsprung eine Wahl in Venezuela gewonnen.

Oppositionskandidat Henri Falcón erklärte bereits vor der Bekanntgabe, während des Wahlprozesses habe es zahlreiche Unregelmäßigkeiten gegeben. „Für uns waren das keine Wahlen“, sagte Falcón, der als einziger Oppositionskandidat die Wahlen nicht boykottiert hatte. Amtsinhaber Nicolás Maduro habe Stimmen gekauft.

Falcón fordert neue Abstimmung

Er forderte eine neue Abstimmung in dem lateinamerikanischen Land. Nur so könne eine Antwort für Venezolaner gefunden werden, die an Hunger und an Krankheiten litten. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD fürchtete vorab einen Wahlbetrug und boykottierte die Abstimmung. Bereits vorab hatte mehrere lateinamerikanische Länder, die USA und die Europäische Union angekündigt, die Wahl nicht anzuerkennen.

„Für uns waren das keine Wahlen.“

Oppositionskandidat Henri Falcón

Venezuela steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. Wegen Devisenmangels kann das ölreichste Land der Welt kaum noch Lebensmittel und Medikamente einführen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft um 15 Prozent und einer Inflationsrate von mehr als 13 000 Prozent. Angesichts der humanitären Krise haben bereits Millionen Venezolaner das Land bereits verlassen. (dpa)

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