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Politik
Sonntag, 22. Juli 2018 24° 5

Kommentar

Was heißt hier öko-logisch?

Ein Kommentar von Claudia Bockholt

Es ist schon ein rechtes Kreuz mit dem Umweltschutz. Wie viel Glas und Pappe muss ich sammeln, damit sich die Autofahrt zum zehn Kilometer entfernten Wertstoffhof ökologisch bezahlt macht? Und sind Mais-Monokulturen zum Füttern geförderter Biomasseheizkraftwerke für die Umwelt wirklich weniger schlimm als das Verbrennen des unvermeidbaren Hausmülls in einem mit modernen Filteranlagen ausgestatteten Müllkraftwerk? Ökobilanzen sind eine Wissenschaft für sich. Ihr verdanken wir etwa die Erkenntnis, dass ein aus Südamerika eingeflogenes Rindersteak dem Globus angeblich weniger Schaden zufügt als ein Stück Grillfleisch aus heimischer Intensivhaltung.

Über die Pflicht zur Biotonne kann man streiten: Im städtischen Bereich wird sie ihren Zweck erfüllen, auf dem flachen Land mit Zigtausenden Komposthaufen darf man ihre Ökoeffizienz jedoch bezweifeln. Der Bund Naturschutz rät übrigens, Bioabfälle in Papier gewickelt zu entsorgen. Das Umweltinstitut bifa rät ab: „Es sollten nur Produkte in den Bioabfall gelangen, die für diese Anwendung gezielt entwickelt wurden“. Es bleibt ein Kreuz. Und manchmal muss man eben, wie Altötting, seinen eigenen Weg finden.

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