MyMz

Freiheit und Demokratie: 60 Jahre Bundesrepublik

Aus Trümmern wuchs ein neuer Staat

60 Jahre Bundesrepublik Deutschland: Aus den Trümmern des Krieges, nach der menschenverachtenden Diktatur des Nationalsozialismus, hat sich Deutschland zu einem modernen Staat entwickelt. Sieben Kanzler und eine Kanzlerin haben in den vergangenen Jahrzehnten ein Land regiert, in dem heute 82,2 Millionen Menschen verteilt auf einer Fläche von 357104 Quadratkilometern leben. Fünf Parteien bestimmen heute Politik im Bundestag – über lange Zeit waren es nur drei. 16 Länder machen die Bundesrepublik aus – bis zur Wiedervereinigung 1990 waren es noch elf. Bis 1989 war Deutschland geteilt: Der Mauerbau am 13. August 1961 besiegelte die Trennung, die ihren Ursprung in der Aufteilung des besiegten Deutschlands in vier Besatzungszonen hatte.

Während die französische, britische und amerikanische Zone zur Bundesrepublik wurden, entwickelte sich aus der Sowjet-Zone die DDR. Die Erinnerungen an den Mauerfall 1989 und die Ankunft von ostdeutschen Autos der Marke Trabant und Wartburg gehören mit zu den prägenden Bildern in der jüngeren Geschichte – vor allem auch hier in Ostbayern, wo die Menschen ganz nah am Eisernen Vorhang lebten.

Das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre hat den Grundstein für die Entwicklung Deutschlands zum zeitweiligen Exportweltmeister gelegt, an dem die Krisen auf den Weltmärkten aber nicht spurlos vorüber gegangen sind. Zeitweise waren 4,86 Millionen Menschen ohne Arbeit, und zwischen dem Jahr 2000 und 2005 sank das Bruttoinlandsprodukt kontinuierlich. Die bis heute politisch umstrittenen Reformen, die Bundeskanzler Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 im Jahre 2003 angekündigt hatte, brachten das Land auf einen stabilen Kurs zurück. Seit 2008 hat aber die globale Wirtschaftskrise auch Deutschland erfasst. Deren Bewältigung wird das Land noch lange in Atem halten. (kc)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht