MyMz

„Café International“ hat sich etabliert

Die Treffen im Chamerauer Pfarrzentrum sind ein Erlebnis für Flüchtlinge, Einheimische und die ehrenamtlichen Betreuer.

Menschen aller Altersstufen erlebten im „Café International“ einige nette Stunden. Fotos: che
Menschen aller Altersstufen erlebten im „Café International“ einige nette Stunden. Fotos: che

Chamerau.Am Mittwoch fand im Pfarrzentrum zum wiederholten Mal ein sogenanntes „Café International“ statt. Der Arbeitskreis „Asylhelfer Chamerau“ hatte dazu die ausländischen Mitbürger, die aus Syrien kommen, sowie die Bevölkerung eingeladen.

Gabi Vielsmaier begrüßte die Gäste und zeigte sich erfreut über den wieder guten Besuch. Besonders hie´ß sie Pfarrer Kilian Limbrunner, Diakon Dr. Stefan Oana sowie weitere Chamerauer Bürger willkommen.

Birgit Straube (Landratsamt) richtete Straube den Blick auf die Flüchtlingsdebatte und das Thema „Asyl“. Dabei ermunterte sie: „Es ist wichtig, dass wir die Flüchtlinge nicht nur materiell, sondern auch abseits von Geld- oder Sachspenden unterstützen. Wir müssen gerade zu den Erwachsenen hingehen und mit ihnen sprechen.“ Gesucht werden im Landkreis vor allem im Sportbereich sportartenspezifische Kleidung und Schuhwerk, abseits vom Sportbetrieb speziell Sachen für Babys, dringend sogar Kleidung oder Babywippen. Straube sagte, die Zahl der Flüchtlinge sei im Landkreis Cham konstant. Ehrenamtliche Helfer, wie in Chamerau, würden einen wichtigen Beitrag leisten.

Bunt und heiter ging es an den Tischen im Pfarrheim zu: Menschen aus verschiedenen Ländern konnten sich kennenlernen und austauschen. Bei den Speisen eines arabisch, bayerischen Buffet, das die Teilnehmer an diesem Nachmittag mitgebracht hatten, wurde viel über die Zubereitung der einzelnen Gerichte und über die Beschaffung der Lebensmittel geredet. So konnte man viel über „Jabra“ einem Gericht aus Weinblättern, die gefüllt mit Reis und Minze waren sowie dem typischen Fladenbrot „Khubz“ aus dem arabischen Raum erfahren. Aber auch die asylberechtigten Familien waren interessiert an den Zutaten und der Zubereitung von Pfannkuchen, Zwiebelkuchen und einigen anderen Gerichten die von den Chamerauern mitgebracht wurden.

Noch weitere Aufgaben

Seitens des Chamerauer Helferkreises sagte dessen Chefin Gabi Vielsmaier, das die Einrichtung bei Weitem noch nicht am Ende ihrer Aufgaben sei. Bekanntlich solle nicht nur den Fremden geholfen, sondern auch den Einheimischen die Angst und das Misstrauen vor den neuen Mitbürgern genommen werden. Die rund zehn Mitglieder hätten sich von Anfang an auch als Nachbarschaftshilfe aufgestellt. Und mit diesem Service wolle die Helfergruppe auch in Zukunft im Heimatort wirken. Grundsätzlich freue es sie, dass in ihrer Heimatgemeinde noch vieles funktioniere. Die Flüchtlinge seien in Chamerau gut angekommen.

Einer der ehrenamtlichen Unterstützer sagte: „Gerade das fröhliche Miteinander beim Monatstreff Café International trägt dazu bei, um diesen leidgeprüften Menschen ein Stück bessere Lebensqualität zu vermitteln. Die ehrenamtlichen Asylhelfer Chamerau bilden eine rührige Gemeinschaft. Sie sind hochmotiviert, um sich den größten Nöten der Neu-Chamerauer anzunehmen.“ Das „Café International“ sei dabei ein idealer Begegnungsort, um sich auszutauschen. Besondere Sensibilität der Ehrenamtlichen sei gefordert, wenn sich Asylbewerber ihre schrecklichen Erlebnisse von der Seele reden möchten. Karitative Einrichtungen mit Schulungen würden einen wesentlichen Grundstock für diese Herausforderung bilden. Die Sprache war und ist manchmal auch heute noch die größte Hürde bei der Verständigung, wurde gesagt, doch wurden schnell andere Möglichkeiten der Kommunikation gefunden.

Kinder haben kaum Probleme

Die wenigsten Probleme mit der Verständigung hatten die Kinder, denn beim gemeinsamen Spielen und Puzzeln klappte die Verständigung sofort, wie an diesem Nachmittag wieder beobachtet werden konnte, als die Kinder gemeinsam bei verschiedenen Brettspielen Unterhaltung fanden.

Die Asylberechtigten kamen dann auch der Bitte nach, sich noch persönlich vorzustellen, und so sahen die Einheimischen, dass sie schon einige Deutschkenntnisse erworben haben und bemüht sind, diese weiter zu vertiefen.

Der Arbeitskreis hofft, dass auch die nächsten derartigen Veranstaltungen gut angenommen werden und dass sich das „Café International“ als hilfreiche Einrichtung für all die etabliert, die Hilfe und das Gefühl des Willkommenseins in einer ungewohnten und oft schwer zu bewältigenden Umgebung benötigen. (che)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht